

Leseproben
Triumph und Tragödie - Erstbesteigung des Matterhorns 
Das Matterhorn ist mit 4478 Metern einer der höchsten und schönsten Berge der Alpen. Er liegt in der Schweiz, an der Grenze zu Italien. Vor 150 Jahren ereignete sich dort die erste große Tragödie des Alpinismus. Bei der Erstbesteigung am 14. Juli 1865 stürzten vier der sieben Bergsteiger tödlich ab. Ein Bericht der Ereignisse.
Edward Whymper hatte sich in den Kopf gesetzt, das Matterhorn als Erster zu besteigen. Viele sagten damals aber, dass der Berg unbezwingbar sei. Auch der Engländer Whymper hatte schon einige missglückte Versuche unternommen. Einmal war der junge Mann sogar 60 Meter in die Tiefe gestürzt. Er hatte den Sturz gerade noch überlebt. Zu dieser Zeit war noch nicht bekannt, welcher Weg zum Gipfel der einfachere ist: von Italien oder vom schweizerischen Zermatt aus.
Karneval - Großes Fest vor der Fastenzeit 
Jedes Jahr im Februar ist in Deutschland Karneval. Tausende Menschen, vor allem in den katholisch geprägten Regionen, verkleiden sich, tanzen auf den Straßen und machen Scherze über Politiker. Der Karneval wird je nach Region auch „Fasching“ oder „Fastnacht“ genannt. Höhepunkt des Karnevals ist der Rosenmontag.
Erntedankfest - Alte Tradition in Deutschland
Das Erntedankfest ist eines der ältesten Feste überhaupt. Es wurde in der ägyptischen Hochkultur, im antiken Griechenland und in der vorchristlichen römischen Kultur gefeiert. Auch wenn die Festlichkeiten immer anders waren – die Idee ist überall gleich: Beim Erntedankfest danken die Menschen ihrem Gott oder ihren Göttern für eine gute Ernte.
Bis zur Industriellen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts arbeitete die Mehrheit der Menschen in der Landwirtschaft, auch in Deutschland. Für diese Agrargesellschaften war eine gute Ernte lebenswichtig. Heute arbeiten in der Landwirtschaft nur noch 0,9 Prozent der rund 42 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland. Doch besonders in den ländlichen Regionen wird das Erntedankfest jedes Jahr gefeiert, weil es eine feste Tradition geworden ist.
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vitamin de Ausgabe Nr. 53, Seite 16 -17 | |||
![]() Ein Mann, eine Gitarre und eine Bühne – so sieht der typische Singer-Songwriter aus. Diese Künstler machen alles selbst: Sie komponieren die Musik, schreiben die Texte und treten meistens alleine auf. Der bekannteste Singer-Songwriter aus den USA ist Bob Dylan. In Deutschland ist es Reinhard Mey. Viele Eltern haben dem Berliner und seiner Gitarre gern zugehört, als er in den 1970er- und 1980er-Jahren auf Deutsch über Liebe, alltägliche Probleme und Freiheit sang. „Über den Wolken“ ist das bekannteste Lied von Reinhard Mey, das auch heute noch am Lagerfeuer gesungen wird. Die deutschen Singer-Songwriter nannte man früher „Liedermacher“. Wortwitz, poetische Sprache und Kritik an der Gesellschaft – dadurch unterscheiden sich ihre Texte vom Schlager. Liedermacher wie Franz Josef Degenhardt (1931 - 2011) und Hannes Wader kamen aus der linken politischen Szene. Sie waren während und nach der Studentenbewegung 1968 besonders populär... |
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