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Von Schauspiel bis Malerei

Kreativworkshops in Omsk

TeilnehmerUnter dem Motto „Geschichte verbindet – Kultur bereichert“ widmeten sich 30 Jugendliche aus dem Gebiet Omsk, aus Sankt Petersburg und Jekaterinburg drei Tage lang Geschichte, Kunst und Kultur der Russlanddeutschen sowie der deutschsprachigen Länder. Die Veranstaltung fand von 28. bis 30. September 2018 im Hotel „Tourist“ und im Kultur- und Geschäftszentrum "Deutsch-Russisches Haus" im westsibirischen Omsk statt.


Deutsche Minderheiten online

Die Plattform Mind_Netz

Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB und Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer MdB mit dem ifa Team Foto Hans Scherhaufer2Auf der Social-Media-Plattform „Mind_Netz“ des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart werden Beiträge aus den Zeitungen und Radiosendungen der deutschen Minderheiten in Mittelosteuropa, Russland und Zentralasien gepostet. Mind_Netz-Redakteur Carsten Fiedler stellt die Plattform im Interview vor.


Im Dorf Zwetnopolje

Lehrerpraktikum in Sibirien

Irene Ens 1 Foto Elisaveta Graf1Irene Ens aus Siegburg bei Bonn befindet sich im Masterstudium Lehramt für Deutsch und Englisch. Im Winter 2017 absolvierte sie ein dreimonatiges Praktikum als »SCHULWÄRTS!«-Stipendiatin des Goethe-Instituts. Irene unterrichtete Deutsch an der Mittelschule im sibirischen Dorf Zwetnopolje und gestaltete Projekte zur Vermittlung von deutscher Sprache, Landeskunde und Kultur mit. Zwetnopolje heißt auch Blumenfeld, weil das Dorf 1906 von deutschen Siedlern gegründet wurde. Irene erzählt im Interview von ihrem Aufenthalt in dem russlanddeutschen Dorf.

Wieso hast du dich für Sibirien entschieden?

Ich war neugierig, wie es dort ist. Außerdem habe ich einen persönlichen Bezug: Ich wurde im Altaigebiet geboren. Als ich noch klein war, übersiedelte meine Familie nach Deutschland. Es war sehr interessant für mich, nach Sibirien zurückzukehren.


Gemeinsam ans Ziel

Nationale Minderheiten

DeutscheMinderheit Ukraine1Von April bis Oktober 2017 fand in der Ukraine das Projekt „Gemeinsam ans Ziel“ statt. Die Teilnehmer, Vertreter von zwölf verschiedenen ethnischen Minderheiten, besprachen unter Anleitung deutscher Experten aktuelle Probleme der nationalen Minderheiten in der Ukraine und suchten in einem Planspiel nach möglichen Lösungsszenarien. Die Teilnehmer Katya Buyar und Denys Geger berichten davon.

Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Katya: Das Planspiel hat mir gut gefallen. Dabei ist alles von den Teilnehmern abhängig. Die Ergebnisse sind immer unterschiedlich. Die Hauptsache ist, dass man einander gut zuhört. Wenn man noch nicht so viel weiß über die Minderheit, die man darstellen soll, dann bekommt man alle Informationen im Laufe des Spiels. Durch Planspiele kann man lernen, Konflikte zu vermeiden und zu lösen.


Riwwelkuchen gibt es immer

Larissa Mass im Interview

Bild3Wenn sich Larissa Mass’ Familie an den Feiertagen trifft, backt immer jemand Riwwelkuchen nach dem russlanddeutschen Rezept der Großmutter. Die Großmutter hat viel Wert darauf gelegt, Russlanddeutsche zu sein. Für die junge Generation spielt die Familiengeschichte aber oft keine Rolle mehr. Im Interview erzählt Larissa, was es für sie bedeutet, eine russlanddeutsche Familie zu haben.

Woher kommt deine Familie?

Meine Vorfahren kommen aus Schwaben und dem schlesischen Teil Deutschlands. Die Familie meiner Großmutter zog schon im 18. Jahrhundert nach Kasachstan, um dort Land zu bewirtschaften. Die Familie meines Großvaters wurde 1941 nach Kasachstan deportiert. In Taldyqorghan nahe der chinesischen Grenze, lernten sich meine Großeltern kennen. Dort kam ich 1989 zur Welt. Als ich drei Jahre alt war, sind wir nach Niedersachsen gegangen. Heute leben meine Verwandten in der Nähe von Hannover. Ich selbst wohne in Berlin.


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