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Talantierter PASCH-NachwuchsWeltweit lernen über 14 Millionen Menschen Deutsch als Fremdsprache. Ob in der Schule, der Universität oder in den Sprachkursen der Goethe-Institute. Besonders viele Deutschlerner gibt es in Osteuropa, in Russland, den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) sowie in China.

Aktuelle Informationen rund um das Deutschlernen in den unterschiedlichsten Ländern weltweit gibt es in den Regionalausgaben der Zeitschrift vitamin de und online unter "Deutsch lernen in..." Hier finden Sie Berichte über Projekte, Sprach- und Kulturangebote der deutschen Kulturmittler vor Ort.

vitamin de - Regionalausgaben gibt es derzeit für folgende Länder und Regionen:

Belarus • China • Russland • Südwesteuropa • Ukraine • Zentralasien


Kindgerechter Unterricht

PASCH-Grundschultreffen in Minsk

vitamin de Ausgabe Nr. 76, Regionalausgabe Belarus

Primartreffen1Im letzten Oktober trafen sich 25 Deutschlehrer von Schulen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) aus Belarus, Polen, Russland und der Ukraine in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Anlass war das PASCH-Grundschultreffen, bei dem aktuelle Themen zum Unterricht im Primarbereich und der Austausch zwischen den PASCH-Schulen im Mittelpunkt standen.

Kinder sind neugierig und experimentieren gern. Was passiert, wenn man Gummibärchen in heißes Wasser legt? Warum knistern die Haare, wenn man den Pullover auszieht? Kinder sind kleine Forscher und möchten den Dingen auf den Grund gehen. Manchmal möchten sie auch einfach nur basteln, spielen und Spaß haben – und das nicht nur in ihrer Freizeit, sondern am liebsten den ganzen Tag lang, also auch in der Schule. Das macht den Unterricht in der Primarstufe besonders. Die Lehrkräfte stehen vor einer großen Herausforderung. Sie haben aber viele Möglichkeiten, um den Unterricht für die Kinder kurzweilig zu gestalten.


Spielend Russisch lernen

Die Siegerinnen Johanna und Leonie

vitamin de Ausgabe Nr. 76, Regionalausgabe Russland

Platz1 Leonie Johanna mit blue fire megacoaster1Ins Finale des Sprachturnieres „Spielend Russisch lernen“ hatten es 36 Schüler geschafft. Am Ende triumphierten Johanna Pfeifer und Leonie Dachrodt von der Salzmannschule im thüringischen Waltershausen. Die beiden 17-Jährigen haben für ihren 1. Platz eine Reise nach Moskau und Sankt Petersburg gewonnen.

Johanna lernt Russisch seit der 9. Klasse. Aber ihr russsisches Lieblingswort hat sie schon als Kind gelernt. Das Wort „достопримечательности“ (Sehenswürdigkeiten) hat ihr der Bruder beigebracht, als das schwerste russische Wort überhaupt. Johannas größte Motivation ist es, die Fremdsprache Russisch auch anzuwenden. Mit diesem Ziel vor Augen übte die Schülerin fleißig. Ihr Lohn war der Sieg im Finale des Sprachturnieres.


Die Digitale Kinderuni

Wissenschaft spielerisch lernen

vitamin de Ausgabe Nr. 76, Regionalausgabe Ukraine

Aufmacher1Wie werden Gummibärchen hergestellt? Wie funktioniert eine Eisenbahnschranke und woher weiß die Haltestellenanzeige, wann die Straßenbahn kommt? In der deutschen Digitalen Kinderuniversität finden Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren Antworten auf diese und viele andere Fragen. Die Kinderuni ist ein Bildungsprojekt des Goethe-Instituts.

Die Digitale Kinderuniversität setzt bei der Neugier der Kinder an, fördert kreativ das Denken und macht die Kinder mit der deutschen Sprache bekannt. Die kostenlose Online-Lernplattform bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Wissensbereiche kennenzulernen und diese spielerisch zu erforschen. Das können die Kinder zu Hause am Computer oder in der Schule machen.


Ihren Idolen näher

Sitoras Physikstudium in Deutschland

vitamin de Ausgabe Nr. 76, Regionalausgabe Zentralasien

Sitora in DeutschlandSitora Saparbayeva studiert seit eineinhalb Jahren Physik an der Ruhr-Universität Bochum. Vom Studium und vom Leben in Deutschland ist die Studentin aus Almaty in Kasachstan begeistert – auch wenn es am Anfang schwer war. vitamin de stellt Sitora in einem Porträt vor.

Physik ist ein besonderer Teil der Naturwissenschaft. Es ist die Wissenschaft von Isaac Newton (1643 – 1727) und Albert Einstein (1879 – 1955). Auch für Sitora Saparbayeva ist das Studium der Physik etwas Besonderes. „Ich habe mittlerweile so viel über Physik gelernt, dass ich mich meinen Idolen Newton und Einstein näher fühle“, sagt die Studentin. Das Physikstudium sei interessant, aber auch sehr schwer. Gerade das erste Semester war für Sitora mühselig. „Nach der ersten Vorlesung habe ich mir zehn dicke Bücher aus der Uni-Bibliothek ausgeliehen, um meine Bildungslücken zu schließen. Damals habe ich zwei Wochen fast keinen Schlaf bekommen und meine Augen waren rot vom Lesen in der Nacht“, erzählt die 20-Jährige. Heute fällt Sitora das Studium leichter. Sie weiß jetzt, wo genau sie alle Informationen in der Bibliothek und im Internet findet und möchte sich auf Astronomie spezialisieren.


Musik und Sprache

Musikpädagoge Sandro Jahn

vitamin de Ausgabe Nr. 76, Regionalausgabe Zentralasien

Singen AufmacherSandro Jahn ist Musikpädagoge und Gründer der „erfindenker“. Die „erfindenker“ organisieren Lehrerseminare und Schülerworkshops rund um die Themen Sprache und Musik. Gemeinsam mit Sängerin und Schauspielerin Marie-Christine Banga besuchte Sandro Jahn 2017 acht Schulen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) in Kasachstan. Im Interview erzählt er davon.

Warum sind Sie ausgerechnet nach Kasachstan gekommen?

Im Juli 2017 trafen wir bei der Internationalen Deutschlehrertagung (IDT) in der Schweiz PASCH-Koordinatorin Franziska Schlettig. Im Gespräch mit ihr entstand die Idee, eine Musikworkshop-Tour durch Kasachstan zu machen. Von dieser Idee waren wir sofort begeistert.


Im Dorf Zwetnopolje

Lehrerpraktikum in Sibirien

Irene Ens 1 Foto Elisaveta Graf1Irene Ens aus Siegburg bei Bonn befindet sich im Masterstudium Lehramt für Deutsch und Englisch. Im Winter 2017 absolvierte sie ein dreimonatiges Praktikum als »SCHULWÄRTS!«-Stipendiatin des Goethe-Instituts. Irene unterrichtete Deutsch an der Mittelschule im sibirischen Dorf Zwetnopolje und gestaltete Projekte zur Vermittlung von deutscher Sprache, Landeskunde und Kultur mit. Zwetnopolje heißt auch Blumenfeld, weil das Dorf 1906 von deutschen Siedlern gegründet wurde. Irene erzählt im Interview von ihrem Aufenthalt in dem russlanddeutschen Dorf.

Wieso hast du dich für Sibirien entschieden?

Ich war neugierig, wie es dort ist. Außerdem habe ich einen persönlichen Bezug: Ich wurde im Altaigebiet geboren. Als ich noch klein war, übersiedelte meine Familie nach Deutschland. Es war sehr interessant für mich, nach Sibirien zurückzukehren.


Gemeinsam ans Ziel

Nationale Minderheiten

DeutscheMinderheit Ukraine1Von April bis Oktober 2017 fand in der Ukraine das Projekt „Gemeinsam ans Ziel“ statt. Die Teilnehmer, Vertreter von zwölf verschiedenen ethnischen Minderheiten, besprachen unter Anleitung deutscher Experten aktuelle Probleme der nationalen Minderheiten in der Ukraine und suchten in einem Planspiel nach möglichen Lösungsszenarien. Die Teilnehmer Katya Buyar und Denys Geger berichten davon.

Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Katya: Das Planspiel hat mir gut gefallen. Dabei ist alles von den Teilnehmern abhängig. Die Ergebnisse sind immer unterschiedlich. Die Hauptsache ist, dass man einander gut zuhört. Wenn man noch nicht so viel weiß über die Minderheit, die man darstellen soll, dann bekommt man alle Informationen im Laufe des Spiels. Durch Planspiele kann man lernen, Konflikte zu vermeiden und zu lösen.


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