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25 Jahre Mauerfall - Eine friedliche Revolution

In diesem Jahr gibt es drei historische Jahrestage: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg und vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer, die Deutschland teilte. Mit dem Mauerfall konnten die Folgen beider Kriege überwunden werden. In einer kleinen Serie stellt vitamin de beide Weltkriege und den Fall der Berliner Mauer vor.

Im Grunde war es ein Irrtum. Am Abend des 9. November 1989 war Günter Schabowski, leitender Politiker der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), fast am Ende seiner Pressekonferenz angekommen. Die Journalisten wollten schon gehen, als er noch ein neues DDR-Reisegesetz ansprach: DDR-Bürger sollten ohne langes Warten ein Visum für Reisen in den Westen erhalten. Schon das war eine Sensation. Als ein Journalist nachfragte, ab wann dies gelte, benutzte Schabowski die Worte „sofort“ und „unverzüglich“. Das hieß, dass DDR-Bürger sofort nach Westdeutschland reisen durften.

vitamin de Ausgabe Nr. 63, Seite 14

Freude in Ost und West

Zehntausende Menschen gingen daraufhin noch am Abend zu den Grenzübergängen in Berlin. Die Grenzposten hatten keine Ahnung, was geschah, und ließen einige Menschen die Grenze übertreten. Kein Schuss fiel– es blieb friedlich. In den nächsten Tagen besuchten Tausende DDR-Bürger den Westen. Die Freude bei den Menschen in Ost und West war groß. Die Mauer, die fast drei Jahrzehnte die DDR und die BRD trennte, hatte ihre Bedeutung verloren.

Flucht der eigenen Bürger verhindern

Die DDR-Regierung hatte die Mauer 1961 gebaut. Offiziell hieß sie „antifaschistischer Schutzwall“. Sie sollte der Verteidigung gegen „faschistische“ Angriffe aus dem Westen dienen. Tatsächlich sollte die Mauer Bürger der DDR an der Flucht aus dem eigenen Land hindern. Der Fall der Mauer hatte sich in den 1980er-Jahren politisch angekündigt. Seit Michail Gorbatschow 1985 mit der Perestroika in der Sowjetunion begann, veränderte sich die politische Situation in den Ostblockstaaten. Erste Veränderungen gab es in Polen und Ungarn. Die Berliner Mauer in der DDR war jedoch das zentrale Symbol des Kalten Krieges. Er teilte die Welt in „Ost“ und „West“. Diese Teilung kam durch die Konfrontation zwischen der Sowjetunion und den USA, als Folge des Zweiten Weltkrieges, zustande. Viele Menschen in der DDR forderten im Herbst 1989 Reformen und Reisefreiheit. Sie erreichten vor allem durch friedliche Massendemonstrationen die Grenzöffnung.

Das Ende der Sowjetunion

Weil Moskau damals die Machtzentrale des Ostblocks war, denken viele, die Revolutionen von 1989 richteten sich auch gegen die Russen. Doch die Russen und die anderen Völker in der Sowjetunion hatten unter der kommunistischen Mangelwirtschaft auch zu leiden. Das Land zerfiel ab 1991 vor allem aufgrund der großen ökonomischen Probleme. Neue Staaten wie zum Beispiel die Ukraine, Belarus und Kasachstan entstanden aus den ehemaligen Sowjetrepubliken.

Dankbar für den Mauerfall

Das Ende des Kalten Krieges hat die Welt besser gemacht. In den meisten Ländern in Europa herrschen heute Freiheit und Demokratie. Die meisten Deutschen in Ost und West sind heute für den Mauerfall dankbar. Dass Revolutionen friedlich sein können, ist die Botschaft des Berliner Mauerfalls vor 25 Jahren.

Wolfram von Scheliha
Bildquellennachweise: "Fall der Berliner Mauer 1989" - Lear21 at en.wikipedia

vde63 mauerfall
 
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