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Ein unbeschreibliches Gefühl

Studieren in Deutschland

vitamin de, Ausgabe Nr. 86, Regionalausgabe Zentralasien

Abdumalik MamatkulovAbdumalik Mamatkulov aus Usbekistan ist seit September 2018 in Deutschland. Der 21-Jährige studiert Betriebswirtschaſtslehre (BWL) an der Philipps-Universität Marburg. In Samarkand hat er die Schule Nr. 51 mit erweitertem Deutschunterricht und anschließend das Akademische Lyzeum des Instituts für Wirtschaſt und Service besucht, die beide von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) betreut werden. Über sein Studium in Deutschland erzählt Abdumalik im Interview.

 

Warum hast du Deutsch gelernt und dir ein Studium in Deutschland ausgesucht?

Meine Schule hat mich für Deutschland und die deutsche Sprache begeistert. Vor allem haben mich meine ehemaligen Deutschlehrer der ZfA, Kai Neitzke und Galina Leube, motiviert, das Deutsche Sprachdiplom (DSD II) zu machen und dann in Deutschland zu studieren. Von ihnen habe ich auch über das Vollstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erfahren, mich beworben und es bekommen. Vergessen darf ich unsere „kulturweit“-Freiwilligen aus Deutschland nicht, die es seit mehreren Jahren an der Schule und am Lyzeum gibt. Wir haben immer noch Kontakt miteinander. Ebenso habe ich bei Wettbewerben der Partnerschulinitiative PASCH mitgemacht. Das half mir, meine Deutschkenntnisse zu verbessern.

Wie war dein erster Eindruck von Deutschland?

Das erste Mal war ich im Januar 2018 in Deutschland. Mein bester Freund und ich hatten einen PASCH-Videowettbewerb gewonnen und durften als Sieger nach München fahren. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Alles, worüber ich vorher gelesen hatte, war plötzlich real – der Münchener Marienplatz, die Allianz Arena und das Schloss Neuschwanstein.

Warum studierst du BWL in Marburg?

BWL war immer mein Studienwunsch. Das Fach erfordert analytisches Denken und gute Mathematikkenntnisse. Mit einem BWL-Abschluss werde ich sicher einen gut bezahlten Job  finden. Ich habe Marburg gewählt, weil ich schon zur Studienvorbereitung ein Jahr lang das Marburger Studienkolleg besucht habe.

Und wie studierst du in Zeiten der Corona-Pandemie?

Im Frühjahr und im Sommer war die Universität Marburg geschlossen, aber wir hatten Onlinekurse. Diese Form des Lernens ist ganz neu für mich. Allerdings ändern sich die Studieninhalte nicht, so hatte ich keine Probleme. Bevor es mit der Pandemie begann, bin ich in den Semesterferien nach Usbekistan geflogen. Ich hätte nie gedacht, dass die Grenzen plötzlich geschlossen werden und ich mein Studium online fortführen muss. Ich hoffe, dass das Virus bald besiegt ist und ich wieder zurück nach Marburg kann.

Das Interview führte Ekaterina Markeli.

Fotos: Remzi Islyamov (Abdumalik), Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (Logo)


Tipps für Deutschlerner

Abdumalik Mamatkulov hat ein paar Tipps, wie du deine Deutschkenntnisse verbessern kannst.
1. Guck dir Filme auf Deutsch an, lies Bücher auf Deutsch und hör deutsche Musik.
2. Nimm an deutschsprachigen Veranstaltungen teil, zum Beispiel an Wettbewerben auf der Webseite: www.pasch-net.de.
3. Sprich mit deutschen Muttersprachlern. Vielleicht gibt es sie an deiner Schule oder in deiner Stadt.
4. Keine Angst vor Fehlern! Besser Fehler machen, als zu schweigen.

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