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Ausbildung in Deutschland –
Der Weg in den Beruf

Das deutsche System der dualen Berufsausbildung ist weltweit einzigartig. In Theorie und Praxis lernen die Auszubildenden (auch „Azubis“ genannt) alles, was sie zur Ausübung eines Berufs wissen müssen. Auch du kannst in Deutschland eine Ausbildung machen. Den Weg dorthin erklärt dir vitamin de.

Ob Elektroniker, Kauffrau für Büromanagement oder Hotelfachfrau – in Deutschland gibt es mehr als 300 duale Ausbildungsberufe. Auch Menschen aus dem Ausland können in Deutschland einen Beruf erlernen. Die Voraussetzungen hierfür sind je nach Herkunftsland unterschiedlich: Kommst du aus der Europäischen Union (EU), kannst du leicht für eine Ausbildung nach Deutschland einreisen. Wenn du jedoch aus einem Nicht-EU-Land kommst, brauchst du ein Ausbildungsvisum. Um dieses zu bekommen, solltest du diese Schritte beachten:

1. Deutsch lernen
Wenn du in Deutschland einen Beruf erlernen möchtest, sind gute Sprachkenntnisse sehr wichtig. Denn im Betrieb und in der Berufsschule wird Deutsch gesprochen. Auch die Prüfungen finden in deutscher Sprache statt. Sprachkenntnisse mindestens auf dem Niveau B1 sind daher ein Muss. Für manche Berufe musst du sogar das Niveau B2 nachweisen.

2. Abschlusszeugnis übersetzen und anerkennen lassen
Für die Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz brauchst du dein Abschlusszeugnis aus der Schule – natürlich auf Deutsch. Lasse dein Zeugnis (und auch deinen Lebenslauf) professionell übersetzen und beglaubigen. Danach musst du deine schulischen Dokumente in Deutschland noch anerkennen lassen. Mehr Informationen zur Anerkennung von Schulabschlüssen kannst du im Infoportal zu ausländischen Bildungsabschlüssen nachlesen (www.anabin.de).

3. Ausbildungsplatz finden und sich bewerben
Wenn dein Zeugnis anerkannt wurde, kannst du dich für deine Berufsausbildung bewerben. Freie Ausbildungsplätze sowie eine Liste aller Ausbildungsberufe findest du zum Beispiel auf der Webseite Ausbildung.de (www.ausbildung.de). Wenn du eine interessante Stelle gefunden hast, kannst du dich oft direkt online bewerben. Übrigens, in Deutschland beginnen die meisten Ausbildungen im August
oder September.

4. Visum beantragen
Hast du den Ausbildungsplatz bekommen und den Arbeitsvertrag unterschrieben, kannst du das Visum zur Einreise nach Deutschland beantragen. Bei der Beantragung musst du auch nachweisen, dass du eine Unterkunft hast sowie genug Geld, um in Deutschland zu leben. Außerdem brauchst du eine Krankenversicherung. Wenn du all diese Schritte geschafft hast, heißt es für dich: Koffer packen, ab nach Deutschland und im neuen Job durchstarten!

Felix Busse

Duale Berufsausbildung

Auch die In Deutschland gibt es eine besondere Art, einen Beruf zu erlernen: die duale Berufsausbildung. „Dual“ bedeutet, dass man an zwei Orten für den Beruf ausgebildet wird, nämlich in der Berufsschule und im Ausbildungsbetrieb. In der Berufsschule wird theoretisches Wissen vermittelt, das man dann bei der praktischen Arbeit im Betrieb anwenden kann. In der Regel dauert eine Ausbildung in Deutschland drei Jahre. In dieser Zeit verdienen die Azubis, je nach Beruf und Ausbildungsjahr, durchschnittlich etwa 1 000 Euro im Monat.

Foto: aleksandarlittlewolf/de.freepik.com (Auszubildende in Werkshalle)

Eine junge Auszubildende in einem Industrieunternehmen
 
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Mehr zu dieser „vitamin de” Ausgabe (Nr. 90, Herbst 2021)

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Alle Texte sind nach den Niveau­stufen des Gemeinsamen Europäischen Referenz­rahmens für Sprachen gekenn­zeichnet.
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