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Sprechen Sie Python?

PASCH-Schüler lernen das Programmieren

vitamin de, Ausgabe Nr. 89, Regionalausgabe Zentralasien

PythonIm Januar 2021 veranstaltete das österreichische Schulungsunternehmen „RoboManiac“ zusammen mit dem Goethe-Institut Usbekistan ein virtuelles Wintercamp im Programmieren. 26 Schülerinnen und Schüler der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) aus Osteuropa und Zentralasien lernten spielerisch die Programmiersprachen „Scratch“ und „Python“ kennen – und rüsteten sich für die digitale Welt von morgen.

„Ich habe drei spannende Computerspiele programmiert“, erzählt der Teilnehmer Ibrokhimjon Abdubannobov aus Usbekistan. „Ein Jump ’n’ Run, den Arcade-Klassiker ‚Asteroids‘ und das bekannte Handyspiel ‚Snake‘.“ Der 18-jährige Schüler des Akademischen Lyzeums beim Polytechnischen Institut in der ostusbekischen Stadt Fergana hat während des zweiwöchigen Workshops viel gelernt. „Beim Programmieren geht es vor allem darum, kreative Lösungen zu finden“, sagt er. So werde das logische Denken gefördert. Außerdem seien technische Fähigkeiten wichtig, denn in der digitalisierten Welt von morgen komme es mehr denn je auf weitreichende Kenntnisse der Informationstechnologien (IT) an.

Digitale Kompetenzen entwickeln
Das sieht auch Günther Meyringer so. Der österreichische Diplom-Ingenieur und IT-Unternehmer ist einer der Mitgründer von „RoboManiac“ und hat den Onlineworkshop für die PASCH-Schüler geleitet. „Einer der größten Berufszweige der Zukunſt wird sicherlich der ganze Bereich der Softwareentwicklung sein“, sagt der Experte. „Bereits heute ist jede Industrie und jeder Geschäftsbereich einem hohen Digitalisierungsgrad ausgesetzt – und Software ist die Basis all dieser technischen Fortschritte.“ Umso wichtiger sei es deshalb, Jugendliche frühzeitig – und am besten spielerisch – auf die digitale Zukunft vorzubereiten. Genau an dieser Stelle setzte der Programmierkurs von „RoboManiac“ an.

Programmiersprachen kennenlernen
Auf der Grundlage klassischer Computerspiele, wie „Frogger“ oder „Asteroids“, erlernten die teilnehmenden PASCH-Schüler die wesentlichen Aspekte des Programmierens – und das auf Deutsch. „Ziel war es, das Programmieren mit Ibrokhimjon Abdubannobovdem Deutschlernen in einer spielerischen Form zu verbinden“, sagt Dozent Meyringer. Die Jugendlichen lernten sowohl die visuelle Programmiersprache „Scratch“ als auch die codebasierte Programmiersprache „Python“ kennen. Neben Programmiertechniken standen auch Methoden des Gamedesigns auf dem Programm. Während des Workshops arbeiteten die Schüler in zwei Gruppen – „Mindmaze“ und „CyberCode“ – und näherten sich jedem Lernziel in Teilschritten an. Am Ende stand dann jeweils das fertig programmierte Projekt, zum Beispiel ein Computerspiel oder verschiedene Arten von Algorithmen.

Die Zukunft als Abenteuer
„Die Zukunft ist ein Abenteuer“ lautete das Motto des Programmiercamps. Gemeint ist damit die schnelle Entwicklung neuer Technologien und die daraus resultierenden Chancen und Herausforderungen für die Menschheit. Ob Robotik, künstliche Intelligenz (KI) oder autonomes Fahren: Die laufende digitale Revolution werde unser Leben weiter stark verändern, da ist sich Günther Meyringer sicher. Man müsse vor allem die junge Generation auf die Berufswelt von morgen vorbereiten. „Die Erfolgsaussichten in technischen Berufen werden in Zukunft noch weiter steigen. Deshalb wird die Basisausbildung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) immer wichtiger für kommende Generationen“, sagt der ITExperte.

Zukunftspläne
Auch die PASCH-Schüler des Programmiercamps haben sich schon Gedanken über ihre berufliche Zukunft gemacht. Die meisten von ihnen möchten später im IT-Bereich und der Softwareentwicklung arbeiten. So auch Ibrokhimjon Abdubannobov. Er wurde durch den Workshop dazu motiviert, weiter Mathematik, Programmieren und auch Deutsch zu lernen. In diesem Jahr möchte Ibrokhimjon ein Studium an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) beginnen. Sein Ziel ist es, seine IT-Kenntnisse zu verbessern, aber auch der deutschsprachigen Welt näherzukommen.

Cosmin Ţugui

RoboManiac

Logo von RoboManiacUnter dem Motto „Spielerisch gerüstet für die digitale Zukunft!“ bietet die RoboManiac GmbH seit 2017 MINT-Robotik-Workshops und -Feriencamps sowie Online-Programmierkurse für Kinder und Jugendliche an. Das österreichische Schulungsunternehmen mit Sitz in Mödling bei Wien hat es sich zur Aufgabe gemacht, die junge Generation durch spielerisches Programmieren für Technik und Informatik zu begeistern.
www.robomaniac.at

Fotos: privat (Ibrokhimjon Abdubannobov), Gerd Altmann/pixabay.com (Figur vor Binärcode), Goethe-Institut (Logo), PASCH-Initiative (Logo), RoboManiac GmbH (Logo im Infokasten)

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