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Geld weg im Internet

Immer mehr Jugendliche erleben Onlinebetrug 

Der Zahlungsbetrug im Internet nimmt zu. Ob Onlinebanking-Betrug, Phishing oder Betrug beim Onlineshopping: Die Abzocke im Internet hat viele Formen, und viele junge Menschen fallen darauf herein. Auch Stefan Indorf aus Düsseldorf und Martina Hofelmann aus Stuttgart haben diese Erfahrung gemacht und dabei Geld verloren.

 
Statt günstigem Geschäft Geld weg
Ich wollte eine Grafikkarte für meinen Computer kaufen. Da ich Student bin und nicht viel Geld zur Verfügung habe, suchte ich nach einem günstigen Angebot auf Ebay. Ich fand eine passende Grafikkarte, und der Verkäufer wirkte glaubwürdig. Um mein Vertrauen zu gewinnen, schickte er mir sogar eine Kopie seines Personalausweises. Ich überwies ihm 250 Euro. Er schrieb, dass er das Paket sofort verschicken würde. Danach hörte ich aber nichts mehr von ihm. Am nächsten Tag informierte mich Ebay Kleinanzeigen, dass das Konto des Verkäufers wegen illegaler Aktivitäten gesperrt wurde. Auch der Personalausweis war gefälscht. Ich erstattete Anzeige bei der Polizei. Nach langer Zeit bekam ich einen Brief: Das Verfahren wurde eingestellt.
Stefan Indorf, 21 Jahre, Düsseldorf

Auf Phishing hereingefallen
Vor ein paar Monaten bekam ich eine E-Mail. Darin stand, dass meine Zahlungsdaten bei Disney+ abgelaufen seien und ich sie erneuern müsse. Die E-Mail sah echt aus: Sie hatte das Disney+-Logo und wirkte wie eine normale Nachricht von Disney. Ich klickte auf den Link und gab meine Daten ein. Danach bekam ich die Nachricht, dass alles wieder funktioniert. Am nächsten Tag entdeckte ich eine Abbuchung von 200 Euro von meinem Konto. Ich wusste sofort: Die E-Mail war eine Phishing-Mail. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich, dass der Absender nicht Disney war. Ich sperrte mein Konto und meldete den Betrug meiner Bank. Leider war es zu spät – das Geld bekam ich nicht zurück.
Martina Hofelmann, 20 Jahre, Stuttgart

(Die Namen der Personen wurden geändert.)

Tipps gegen Internetbetrug
Immer mehr Menschen werden Opfer von Zahlungsbetrug im Internet. Besonders betroffen sind junge Menschen: Bei der Generation Z (16 bis 26 Jahre) hat fast jeder Zweite schon einmal einen Betrug erlebt. Jugendliche nutzen häufig Onlineshopping und digitale Bezahldienste, schützen ihre Daten aber oft weniger gut. Deshalb ist es wichtig, einige einfache Regeln zu beachten, um sich vor Betrug zu schützen:
- Klicke nicht auf unbekannte Links in E-Mails oder Nachrichten!
- Prüfe immer die Adresse des Absenders!
- Verwende starke Passwörter und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung!
- Gib persönliche Daten und Zahlungsinformationen nur auf sicheren Seiten ein! 
 
Zusammengestellt von Daniela Todorovic´ová 
 
 
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Abbildung: Symbolbild - 5702751/magnific.com (Abzocke im Internet)
 
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