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Deutsch macht Spaß!
Interview mit Constanze Krüger
vitamin de Ausgabe 67, Regionalausgabe Zentralasien
  
IMG 9883Constanze Krüger ist seit Dezember 2014 Leiterin der Sprachabteilung im Goethe-Institut Kasachstan in Almaty. Davor hat sie bereits für das Goethe-Institut in Japan, Albanien und Berlin gearbeitet. Über zwei wichtige Deutschprojekte, die in diesem Sommer stattfanden, erzählt sie im Interview.

  
Im Mai 2015 wurde zum ersten Mal in Kasachstan das Theaterfestival „Deutsch auf der Bühne“ veranstaltet. Wie kam es zu dieser Idee?

Die Idee kam von meiner Vorgängerin Susanne Becker. Sie hat sich von einem ähnlichen Theaterfestival in Russland inspirieren lassen. Mit dem Festival wollen wir Jugendliche dazu animieren, Deutsch zu lernen, und auch zeigen, dass Deutsch nicht nur für das Studium in Deutschland nützlich ist. Viele lernen vor allem aus praktischen Gründen Deutsch. Aber die deutsche Sprache kann auch einfach Spaß machen! Gemeinsam mit dem Deutschen Theater Almaty und der Gesellschaft „Wiedergeburt“ haben wir das Festival geplant und durchgeführt. Fünf Theatergruppen haben in Almaty ihre Inszenierungen auf Deutsch präsentiert.
  
Was waren für Sie besondere Momente während des Festivals?
Zum einen war es natürlich besonders, dass auf der Bühne nur Deutsch gesprochen wurde. Und die Teilnahme von so vielen jungen Menschen fand ich super. Am schönsten war für mich immer der Applaus. Nach jeder Aufführung haben die anderen Teilnehmer, die im Publikum saßen, geklatscht und gejubelt. Man hat gesehen, dass dieser Applaus und die Freude ehrlich waren und kein  Konkurrenzdenken zwischen den Gruppen herrschte. Alle Gruppen haben uns tolle Theaterstücke präsentiert. Es war nicht leicht, sich für einen Gewinner zu entscheiden. Bei der Preisverleihung hat die künstlerische Leiterin des Deutschen Theaters, Natascha Dubs, die Besonderheiten und Stärken jeder Gruppe hervorgehoben.
  
Dieses Jahr organisierte das Goethe-Institut wieder die „Zentralasiatische Medienwerkstatt“ (ZAM). Seit wann gibt es das Projekt?

Die ZAM wird schon seit neun Jahren veranstaltet. Die ersten Jahre hat das Goethe-Institut die Medienwerkstatt alleine nur mit Gastreferentinnen und -referenten vom Institut für Auslandsbeziehungen e. V. (ifa) organisiert. Doch seit etwa fünf Jahren sind das ifa und die Friedrich-Ebert-Stiftung unsere festen Partner. Das Schöne an der ZAM ist, dass sie jedes Jahr neue thematische Schwerpunkte hat. Wenn wir Projekte planen, achten wir darauf, dass sie Möglichkeiten zur Aktualisierung und Variation offenlassen und wir dadurch ein langfristiges Interesse aufrechterhalten können.
  
Woher kommen die Ideen für die Projekte?
Viele Projekte der Sprachabteilung sind feste Bestandteile unseres jährlichen Veranstaltungskalenders. Die ZAM oder die Deutscholympiade finden beispielsweise regelmäßig statt. Und diese Kontinuität ist mir sehr wichtig. Manchmal kommen auch neue Ideen von anderen Goethe-Instituten aus der Region. In Kirgistan wurde dieses Jahr ein Poetry-Slam veranstaltet, der ziemlich gut vom Publikum aufgenommen wurde. Vielleicht wäre so etwas auch in Kasachstan möglich?!
  

Das Interview führte Violetta Bat.


  

Foto: Goethe-Institut Almaty

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