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Mein Leben in Bochum

Biochemie-Studentin Eleonora

vitamin de Ausgabe Nr. 83, Regionalausgabe Ukraine

Eleonora Foto privatAls sie 15 Jahre alt war, hat Eleonora Poliak aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa am Programm „Studienbrücke Deutschland“ des Goethe-Instituts teilgenommen. Dabei hat sie sowohl Deutschland als auch die Naturwissenschaften für sich entdeckt. Jetzt studiert die 19-Jährige in Bochum Biochemie. Sie erzählt von ihrem Leben in Deutschland.

Im Sommer 2016 habe ich an der zweiwöchigen Sommerakademie in Nordrhein-Westfalen teilgenommen und dadurch drei wunderschöne Universitäten kennengelernt: die Ruhr-Universität in Bochum sowie die Universitäten in Dortmund und Duisburg-Essen. Die Reise war sehr inspirierend. Seit damals stand für mich fest: Ich möchte einmal in Deutschland studieren! Die Naturwissenschaften habe ich besonders spannend gefunden und so fiel die Wahl des Studienfaches auf Biochemie. Inzwischen studiere ich schon fast zwei Jahre an der Ruhr-Universität Bochum.

Ein umfangreiches Angebot

Bei der Ruhr-Universität gibt es einen wunderschönen Botanischen Garten mit Pflanzen aus aller Welt und eine sehr große Bibliothek, in der man sich gut auf die Klausuren vorbereiten kann. Das Angebot an Sport- und Sprachkursen ist sehr umfangreich. Ich habe letztes Semester einen Englischkurs besucht und zwei Tanzkurse: lateinamerikanische und irische Tänze. Bochum ist eine kleine, aber sehr gemütliche Stadt. Das Leben hier ist ganz anders als in der Millionenstadt Odessa. Und damit meine ich nicht nur die unterschiedliche Einwohnerzahl, sondern auch die Mentalität. In der Ukraine haben es alle immer irgendwohin eilig. Die Deutschen hingegen gehen langsam und gemütlich, auch im Alltag, und trotzdem sind sie immer pünktlich.

Sonntag ist Ruhetag

Am Anfang war es für mich sehr ungewohnt, dass die Geschäfte nur bis etwa 20.00 Uhr geöffnet haben und am Sonntag überhaupt geschlossen bleiben. Das hat aber auch etwas Gutes: Man beginnt, diszipliniert für die ganze Woche zu planen. Alle Deutschen haben einen Terminplaner. Das ist auch für Studenten ganz wichtig, denn für Praktika und Klausuren muss man sich im Voraus anmelden. Wer die Frist verpasst, muss oft ein Jahr warten, um das gewünschte Praktikum absolvieren oder eine bestimmte Klausur ablegen zu können. Natürlich gibt es auch viele Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Ukrainern, zum Beispiel Weihnachten und Silvester. Man trifft sich mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt, feiert zusammen mit der Familie und sieht sich an Silvester das große Feuerwerk auf dem Stadtplatz an.

Eleonora Poliak

Foto: vat (Eleonora), Goethe-Institut (Logo Studienbrücke)

Programm Studienbrücke

logo studienbrueckeDas Programm Studienbrücke ermöglicht Schülern mit herausragenden Leistungen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) und Deutschkenntnissen nach dem Schulabschluss einen direkten Zugang zu deutschen Universitäten. Diese stellen jährlich eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen für das Programm zur Verfügung. Seit 2018 bietet das Goethe-Institut die Studienbrücke als kostenpflichtiges Onlineprogramm an.

 

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