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Zuhören lernen
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Der Wettbewerb „Jugend debattiert international“
vitamin de Ausgabe 68, Regionalausgabe Ukraine
  
IMG 4841_1Valeria Diachuk nahm im Oktober 2015 an der Finalwoche des Wettbewerbs „Jugend debattiert international“ in der lettischen Hauptstadt Riga teil. Der Wettbewerb möchte junge Deutschlernende in Mittel- und Osteuropa zu einer intensiven Auseinandersetzung mit politisch und gesellschaftlich relevanten Themen anregen und ihre Sprachkenntnisse verbessern.

Die 16-jährige Valeria aus der Mykolajiwer Schule Nr. 1 erreichte das Halbfinale. Sie hatte mehr von sich erwartet, war aber froh, im Finale nicht über die Frage „Sollen alle Mitglieder des Europarates jährlich eine Mindestzahl von Flüchtlingen aufnehmen?“ diskutieren zu müssen. Hier erzählt sie von ihren Eindrücken.


  
Warum hast du an diesem Wettbewerb teilgenommen?
Der Vorschlag kam von meiner Lehrerin. Ich dachte, es sei eine gute Gelegenheit, um meine Deutschkenntnisse zu verbessern, und neue Menschen kennenzulernen. Die Möglichkeit, etwas Neues zu erleben und in neue Städte zu reisen, nehme ich gerne wahr. Und jetzt bin ich in Riga! Es ist eine wunderschöne Stadt.
  
Wie war das Zusammensein mit den anderen Teilnehmern des Wettbewerbs?
Alle sind sehr nett, freundlich und tolerant. Ich glaube, die Menschen, die an diesen Debatten teilnehmen, können auch gar nicht anders sein.
  
Was hast du hier in Riga gelernt?
Wir hatten sehr viele unterschiedliche Themen. Auf jedes Thema musste ich mich lange vorbereiten und viel lernen. Während der Vorbereitung fiel mir das nicht so auf. Aber jetzt stelle ich fest, dass das wirklich eine große Herausforderung war. Außerdem gibt es nun in meinem Leben weniger Konflikte. Ich habe durch den Wettbewerb gelernt, die Meinungen anderer Menschen zu akzeptieren.
 
Was ist das Wichtigste, das man beim Debattieren beachten sollte?
Das Zuhören natürlich. Es ist wichtig, die Meinung anderer Menschen zu verstehen und an ihre Argumente anzuknüpfen. Außerdem muss man schnell reagieren können. Manchmal kommen von der Gegenseite Argumente, an die man überhaupt nicht gedacht hat. Dann muss man sich prompt etwas ausdenken und als Antwort zurechtlegen.
 
Werden dir diese Erfahrungen später nützlich sein?
Ja, bestimmt. Man kommuniziert immer mit anderen Menschen und entwickelt neue Beziehungen. Debatten sind dabei von zentraler Bedeutung. Man muss sich nicht streiten, sondern kann sich auch einigen. Dafür ist es wichtig, die Argumente der Gegenseite zu verstehen.
 
Würdest du den Wettbewerb auch anderen Schülerinnen und Schülern empfehlen?
Ja, weil man sich immer bemühen sollte, etwas Neues zu lernen. Es ist dabei egal, ob man gewinnt oder verliert. Auch das Verlieren muss man lernen. Es ist eine wichtige Erfahrung.
 
Nähere Informationen zum Wettbewerb "Jugend debattiert international" gibt es auf der Seite www.jugend-debattiert.eu.

Das Interview führte Wilhelm Siemers.
 


  

Foto: Wilhelm Siemers (Valeria bei der Finalwoche in Riga)

 

 
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