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Programmieren und Deutsch lernen

Workshops mit dem Minicomputer Calliope

vitamin de Ausgabe Nr. 84, Regionalausgabe Russland

Filmwettbewerb JunioruniIm Rahmen des Projekts Digitale JuniorUni bietet das Goethe-Institut Russland auch Workshops mit dem programmierbaren Kleinstcomputer Calliope mini auf Deutsch an. Koordinatoren des Projekts veranstalten in den russischen Regionen Programmierworkshops für Schulklassen sowie Schulungen für Lehrende. Olga Sokolowa ist eine der Koordinatorinnen. Sie berichtet von ihren Workshops im Sprachlernzentrum (SLZ) Kemerowo im Dezember 2019.

Die Deutschlehrerin hatte sich für ihren Workshop ein kleines Experiment ausgedacht. Der Minicomputer Calliope war so programmiert, dass er Töne wie ein Klavier abspielte, wenn er mit bestimmten Gegenständen in Berührung kam. Mit Hilfe von Krokodilklemmen verbanden die Kinder verschiedene Dinge mit dem Minicomputer, der dann unterschiedliche Töne abspielte. „So haben die Kinder verstanden, welche Gegenstände elektrisch leitend und welche nicht. Und das alles auf Deutsch“, berichtet die 35-Jährige. Außerdem möchte sich Olga bei der Leiterin des SLZ Kemerowo, Elena Kuznetsova, und ihren Kolleginnen bedanken. Sie hatten den Raum und die Computertechnik zur Verfügung gestellt sowie Olga beim Workshop unterstützt.

Spielerischer Umgang mit der digitalen Welt

Das Programmieren mit dem Calliope mini gefiel Olga Sokolowa sofort. „Ich mag Deutsch, Kinder und die neusten Gadgets. Das alles verbinde ich in meinen Workshops“, erklärt sie. Die Pädagogin wollte gern Koordinatorin des Projekts werden. Nach einer Schulung in Moskau stellte das Goethe-Institut zwei Klassensätze des Minicomputers für das Gebiet Kemerowo zur Verfügung. Seit Oktober 2019 werden in insgesamt 14 russischen Regionen Programmierworkshops mit dem Calliope mini veranstaltet. „Es ist gut, Kindern und Jugendlichen einen spielerischen Umgang mit der digitalen Welt zu ermöglichen und sie dabei zum Deutschlernen zu motivieren“, sagt Olga.

Erfolgreich den Calliope auf Deutsch programmiert

Informatik und Deutschlernen zu verbinden, ist das Ziel des Projekts des Goethe-Instituts. Die Lehrer arbeiten im Schulunterricht oder in außerschulischen Workshops nach dem CLIL-Ansatz (Content and Language Integrated Learning). In Olgas Workshop hat das gut funktioniert. „Das Sprachniveau der Kinder war unterschiedlich, aber alles hat super geklappt. Alle haben erfolgreich den Calliope auf Deutsch programmiert“, erzählt die Lehrkraft. Sie ist davon überzeugt, dass das Programmieren mit dem Minicomputer und auch die Digitale JuniorUni vom Goethe-Institut russischen Kindern und Jugendlichen zwei Dinge definitiv näherbringt: die deutsche Sprache und die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT).

Wilhelm Siemers

Fotos: Sprachlernzentrum Kemerowo (Workshop), Goethe-Institut (Logo)

 

Fach Informatik in deutscher Sprache

Das Goethe-Institut Russland bietet im Rahmen des Projekts Digitale JuniorUni seit dem letzten Herbst Programmierworkshops mit dem Minicomputer Calliope mini in 14 russischen Regionen an. Koordinatoren in den Regionen betreuen die Veranstaltungen, in denen Deutschlernen und Programmieren nach dem CLIL-Ansatz (Content and Language Integrated Learning) vermittelt wird. Ziel ist es, russische Schüler der 5. bis 8. Klassen mit spannenden Inhalten des Fachs Informatik für das Erlernen von Deutsch als Fremdsprache zu begeistern und ihnen einen vielfältigen Zugang zur digitalen Bildung zu ermöglichen.

 > www.goethe.de/russland/calliopemini

 > vk.com/calliopemini

Was ist der Calliope mini?

SeiteV Calliope mini Foto Joern AlraunDer Calliope mini ist ein Mikrocontroller (programmierbarer Kleinstcomputer), der in Deutschland als Lehrmittel in der schulischen Ausbildung von Kindern eingesetzt wird. Das Ziel der Initiative ist es, jedem Schulkind ab der 3. Klasse einen spielerischen Zugang zur digitalen Welt zu ermöglichen. Die Entwickler von Calliope mini möchten damit zeigen, dass alle programmieren können – und das mit ganz viel Spaß. Der Einstieg ist einfach. Kinder, Lehrer und Eltern können ohne Vorkenntnisse loslegen. Vom ersten selbstprogrammierten Blinken über selbstfahrende Roboter bis hin zu drahtlos miteinander kommunizierenden Schwärmen von Calliope mini: Mit wenigen Klicks können auf einem angeschlossenen Rechner eigene Programme für den Mikroprozessor entworfen werden. Mehr über den Mikrocontroller kann man in der Vorlesung „Coding mit dem Calliope mini“ in der Fakultät Robotik und Coding der Digitalen JuniorUni erfahren: junioruni.goethe.de

 

 

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