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Ökologie und Inspiration

Expedition zum Chöwsgöl Nuur

vitamin de Ausgabe Nr. 83, Regionalausgabe Russland

Mongolicher Himmel Foto Grit ZimmerJPGRussische und mongolische Schüler, die an Schulen mit dem Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) unterrichtet werden, besuchten im September den Süßwassersee Chöwsgöl Nuur in der Mongolei. Sie wollten mehr über die Ökologie des Sees erfahren. Auch Lehrkräſt e und Alumni der DSD-Schulen nahmen an der Expedition „Mongolia 2.0“ teil. Alumna Ekaterina Zhurikova berichtet.

Unser Team bestand aus Lehrkräften, Alumni und Schülern aus Irkutsk, Ulan-Ude und Ulan-Bator. Insgesamt 54 Personen trafen sich in der Hauptstadt der Mongolei, Ulan-Bator, um zum Chöwsgöl Nuur an der russisch-mongolischen Grenze zu reisen. Er ist der größte Süßwassersee der Mongolei und der zweitgrößte Süßwassersee Asiens, nach dem Baikalsee. Außerdem ist der Chöwsgöl Nuur ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Die Bewohner vor Ort sagten uns, es gebe zurzeit keine Gründe, sich Sorgen um den ökologischen Zustand des Sees zu machen. Allerdings wollten wir es genauer wissen und stellten eigene Forschungen an.

Den See genauer untersuchen

Wir haben uns das Ufer des Sees genauer angesehen. So fanden wir heraus, welchen Müll man am häufigsten im See und in der Nähe des Sees findet: Zigarettenstummel, Plastikverpackungen und Papier machen etwa 50 Prozent des Abfalls aus. Auf dem zweiten Platz landet die Verschmutzung durch Vieh. Auf dem dritten Platz sind die Opfergaben von Menschen, die die Geister des Sees darum bitten, ihre Wünsche zu erfüllen. Außerdem haben wir Wassenproben genommen, die Algen aus dem See untersucht und die Einheimischen zum Leben am See interviewt.

Inspirierender Aufenthalt

Wir haben drei Tage forschend am See verbracht. Wenn ich unsere Reise mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich „inspirierend“ sagen. Es ist inspirierend, sich mit ökologisch interessierten Menschen zu treffen. Außerdem war die Expedition an den Chöwsgöl Nuur gut, um die Kontakte zwischen den Schülern, Lehrkräften und Alumni der DSD-Schulen zu intensivieren.

Ekaterina Zhurikova

Foto: Grit Zimmer (Teilnehmerinnen), Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (Logo) 

Mongolia 2.0: Ein Umweltschutz- und Vernetzungsprojekt

Bei dem Projekt Mongolia 2.0 beschäftigen sich Schüler und Schul-Alumni mit Umweltproblemen und knüpfen dabei neue Kontakte. Die Idee für das Projekt entstand im Oktober 2017, als sich ehemalige sibirische DSD-Alumni am Baikalsee trafen. Danach wurde mit Unterstützung von Sonja Dehning, ZfA-Fachberaterin aus Nowosibirsk, und Matthias Bückert, ZfA-Fachberater aus Ulan-Bator, das Umweltschutzprojekt Mongolia 1.0 von den DSD-Alumni Ekaterina Zhurikova, Anastasia Olenikova, Margarita Medvedeva und Khastsetseg Bayasgalan ins Leben gerufen. Als erste Phase wurden Öko-Workshops zu den Themen „Mülltrennung“ und „Umweltschutz im Alltag“ in Ulan-Bator, Irkutsk und Moskau durchgeführt. Danach folgte ein Videowettbewerb „Umweltbewusst im Alltag“. Schüler sollten eine Woche lang umweltfreundlich leben und ihre Erfahrungen im Video dokumentieren. So entstand Mongolia 2.0, eine ökologische Expedition von russischen und mongolischen Schülern an den See Chöwsgöl Nuur.

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