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Peremenedelja

Eine deutsch-russische Projektwoche

vitamin de Ausgabe Nr. 73, Regionalausgabe Russland

vde73 Russland Projektwoche Foto Юлия АтапинаVon September bis Dezember 2017 organisieren das Goethe-Institut in Sankt Petersburg und das Festival „Kindertage in St. Petersburg“ die Projektwoche „Peremenedelja“. Schüler der 10. Klassen beschäftigen sich zusammen mit einem Team aus russischen und deutschen Künstlern mit der Frage: Was kann ich an meiner Schule verändern? Projektkuratorin Julia Potselueva erklärt das Konzept.

Wie sind Sie auf die Projektidee gekommen?

Bei dem Programm des Goethe-Instituts mit dem Titel „Kulturelle Bildung in Russland und Deutschland im Dialog“ sollten wir mit deutschen Kollegen zusammen ein Projekt ausarbeiten. Als Ausgangspunkt wählten wir die Frage: Was kann ich an meiner Schule verändern? Bei dem Projekt können Schüler die Initiative ergreifen. Sie arbeiten im Team zusammen, um etwas zu verändern. Die Tutoren dienen nur als Impulsgeber und Berater.


Bildung mit Europa

Winterakademie in Kasan

vitamin de Ausgabe Nr. 72, Regionalausgabe Russland

Winterakademie Foto GI MoskauAnfang Dezember 2016 fand in der Kasaner Föderalen Universität die Winterakademie „Bildung mit Europa“ des Goethe-Instituts statt. Die Veranstaltung richtete sich an junge Führungskräfte in Bildungseinrichtungen. Drei Tage beschäftigten sich 43 Teilnehmer mit verschiedenen Aspekten der internationalen Zusammenarbeit im Bildungsbereich.

Die Teilnehmer aus Deutschland, Georgien, der Ukraine und Russland befassten sich mit der Frage, wie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinaus funktionieren kann. Dafür tauschten sie ihre Erfahrungen in der Bildungskooperation aus und sammelten Erfolgsrezepte für eine gelungene grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die Ergebnisse der Winterakademie wurden in den „Kasaner Empfehlungen“ dokumentiert. Sie halten fest, wie eine erfolgreiche Bildungskooperation aussehen sollte. Dieser Schwerpunkt wurde ergänzt durch das Thema des Weltaktionsprogramms der UNESCO „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). Das Programm soll den Teilnehmern helfen, zukunftsfähig zu denken und zu handeln.


Bei der Deutschen Welle

Ein Praktikum als Journalistin

vitamin de Ausgabe Nr. 72, Regionalausgabe Russland

Anastasija Komarowa im FernsehstudioAuf dem Gebäude der Deutschen Welle (DW) in der Stadt Bonn steht die Aufschrift „Made for minds“. Diese Worte begleiteten Anastasija Komarowa einige Wochen lang. Die 18-Jährige aus Ulan-Ude absolvierte beim Auslandssender DW ein Praktikum. In vitamin de erzählt sie davon.

Erst hatte ich Angst, in diesem großen Medienhaus als kleiner Praktikant verloren zu gehen. Aber diese Sorge war ganz unbegründet. Alles klappte wunderbar. Gleich am ersten Tag lernte ich die Redaktion kennen. Bei einem Einführungskurs für Praktikanten traf ich wunderbare Journalisten aus ganz unterschiedlichen Agenturen. Darunter waren deutsche, englische und auch afrikanische.


Spielend und singend Deutsch lernen

Deutsche Abende und deutscher Chor in Burjatien   

85D0XhUrgpQThomas Ranft ist Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Er unterrichtet in Ulan-Ude in Burjatien Deutsch als Fremdsprache. Außerdem organisiert der 37-Jährige einmal im Monat deutsche Abende und ist Leiter des deutschen Chors, in dem Studenten und Lehrkräfte der Burjatischen Staatlichen Universität singen.

Bei den von Thomas Ranft organisierten deutschen Abenden können Deutschlerner verschiedene Spiele spielen oder sich deutsche Filme im Original ansehen. Julia Izmailova lernt schon seit der Grundschule Deutsch. Die deutschen Abende sieht sie als tolle Gelegenheit, mit deutschen Muttersprachlern in Kontakt zu kommen. „Der spielerische Zugang vereinfacht außerdem das Lernen und macht es noch interessanter“, sagt die 20-Jährige. Bei den deutschen Abenden treffe sie Menschen, die wie sie davon träumten, nach Deutschland zu fahren, sagt Julia. „Und wer schon in diesem schönen Land war, erzählt mit Vergnügen von seinen Eindrücken“. Auch Lukas Nagy aus der Schweiz war schon beim deutschen Abend in Ulan-Ude dabei. „Ich konnte die Teilnehmer mit dem Schweizerdeutschen bekannt machen. Das hat sie zum Lachen und Staunen gebracht“, erzählt er.


Per Video durch Innsbruck

Ein Rundgang durch die Landeshauptstadt Tirols   

DSC 0396 taganrogAm 26. Oktober feiert Österreich seinen Nationalfeiertag. Der Deutschlehrerverein in der russischen Stadt Taganrog nahm dieses Datum zum Anlass, um mit Ines Burkhardt eine Online-Tour durch Innsbruck im Bundesland Tirol zu organisieren. Die 26-Jährige studiert Germanistik und arbeitet als freie Journalistin. Per Skype zeigte sie den in Taganrog versammelten Deutschlehrern und -lernern ihre Stadt. 

Zu Beginn der Veranstaltung erhielten die Schüler allgemeine Informationen zu Österreich und dem österreichischen Nationalfeiertag. In Wien ist an diesem Tag das Parlament für Besucher zugänglich, und der Besuch der staatlichen Museen ist kostenfrei. Das Militär zeigt auf dem Heldenplatz eine große Parade. Die nennt man „Leistungsschau“, weil das Militär zeigen soll, was es kann. Julija Poroschina aus der Schule Nr. 5 präsentierte weitere interessante Fakten rund um das Alpenland mit seinen Bergen und Seen.


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