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Talantierter PASCH-NachwuchsWeltweit lernen über 14 Millionen Menschen Deutsch als Fremdsprache. Ob in der Schule, der Universität oder in den Sprachkursen der Goethe-Institute. Besonders viele Deutschlerner gibt es in Osteuropa, in Russland, den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) sowie in China.

Aktuelle Informationen rund um das Deutschlernen in den unterschiedlichsten Ländern weltweit gibt es in den Regionalausgaben der Zeitschrift vitamin de und online unter "Deutsch lernen in..." Hier finden Sie Berichte über Projekte, Sprach- und Kulturangebote der deutschen Kulturmittler vor Ort.

vitamin de - Regionalausgaben gibt es derzeit für folgende Länder und Regionen:

Belarus • China • Russland • Südwesteuropa • Ukraine • Zentralasien


Ales Rasanau

Lyrik aus Belarus

vitamin de Ausgabe Nr. 71, Regionalausgabe Belarus

Ales Rasanau bei einer Lesung in der Galerie U in Minsk Foto Goethe Institut MinskAles Rasanau gilt im Ausland als wichtigster belarussischer Dichter der Gegenwart. Seine Werke werden in über 20 Sprachen übersetzt, er erhält Preise und Stipendien. In Belarus selbst ist der 1947 geborene Autor weniger bekannt. In der Aufzählung großer belarussischer Literaten sollte er aber unbedingt erwähnt werden.

Spricht man über große belarussische Dichter, so fallen Namen wie Janka Kupala (1882 – 1942) oder Jakub Kolas (1882 – 1956). Diese beiden Autoren zählen zu den Klassikern der belarussischen Literatur und ihre Werke gelten als nationales Kulturgut. Im Ausland sind sie hingegen weniger bekannt. Bei Ales Rasanau verhält es sich genau umgekehrt: Während Rasanau in Belarus nur dem literarisch interessierten Publikum bekannt ist, werden seine Werke in den deutschsprachigen Ländern, in Polen oder Litauen übersetzt und verlegt. Kürzlich wurde ihm der Orden für Verdienste in der Kulturarbeit der Republik Litauen verliehen.


Auf nach Deutschland

Deutschlerner im Reisefieber

vitamin de Ausgabe Nr. 71, Regionalausgabe China

Die Stipendiaten lernen sich bei einer Autogrammjagd kennenAnfang August lud das Goethe-Institut China Schüler der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) zu einem Seminar nach Peking ein. Die 90 Deutschlerner wurden auf ihre internationalen Sommerkurse in Deutschland vorbereitet. Am nächsten Tag ging die Reise schon los. Die Schüler Qiaolin Yan aus Guangzhou, Hanwen Zhang aus Schanghai und Qicheng Xiong aus Ningbo berichten von ihren Eindrücken.

Warum lernt ihr eigentlich Deutsch?

Qiaolin: Ich lerne Deutsch, weil ich die Sprache nützlich und interessant finde. Außerdem interessiere ich mich sehr für deutsche Technologien und deutsche Musik.

Qicheng: Mir gefallen besonders die Landschaften und die Mentalität der Menschen in Deutschland. Deutsch ist außerdem eine sehr praktische Sprache. Sie wird in vielen Ländern der Europäischen Union gesprochen.


Spielend und singend Deutsch lernen

Deutsche Abende und deutscher Chor in Burjatien   

85D0XhUrgpQThomas Ranft ist Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Er unterrichtet in Ulan-Ude in Burjatien Deutsch als Fremdsprache. Außerdem organisiert der 37-Jährige einmal im Monat deutsche Abende und ist Leiter des deutschen Chors, in dem Studenten und Lehrkräfte der Burjatischen Staatlichen Universität singen.

Bei den von Thomas Ranft organisierten deutschen Abenden können Deutschlerner verschiedene Spiele spielen oder sich deutsche Filme im Original ansehen. Julia Izmailova lernt schon seit der Grundschule Deutsch. Die deutschen Abende sieht sie als tolle Gelegenheit, mit deutschen Muttersprachlern in Kontakt zu kommen. „Der spielerische Zugang vereinfacht außerdem das Lernen und macht es noch interessanter“, sagt die 20-Jährige. Bei den deutschen Abenden treffe sie Menschen, die wie sie davon träumten, nach Deutschland zu fahren, sagt Julia. „Und wer schon in diesem schönen Land war, erzählt mit Vergnügen von seinen Eindrücken“. Auch Lukas Nagy aus der Schweiz war schon beim deutschen Abend in Ulan-Ude dabei. „Ich konnte die Teilnehmer mit dem Schweizerdeutschen bekannt machen. Das hat sie zum Lachen und Staunen gebracht“, erzählt er.


Per Video durch Innsbruck

Ein Rundgang durch die Landeshauptstadt Tirols   

DSC 0396 taganrogAm 26. Oktober feiert Österreich seinen Nationalfeiertag. Der Deutschlehrerverein in der russischen Stadt Taganrog nahm dieses Datum zum Anlass, um mit Ines Burkhardt eine Online-Tour durch Innsbruck im Bundesland Tirol zu organisieren. Die 26-Jährige studiert Germanistik und arbeitet als freie Journalistin. Per Skype zeigte sie den in Taganrog versammelten Deutschlehrern und -lernern ihre Stadt. 

Zu Beginn der Veranstaltung erhielten die Schüler allgemeine Informationen zu Österreich und dem österreichischen Nationalfeiertag. In Wien ist an diesem Tag das Parlament für Besucher zugänglich, und der Besuch der staatlichen Museen ist kostenfrei. Das Militär zeigt auf dem Heldenplatz eine große Parade. Die nennt man „Leistungsschau“, weil das Militär zeigen soll, was es kann. Julija Poroschina aus der Schule Nr. 5 präsentierte weitere interessante Fakten rund um das Alpenland mit seinen Bergen und Seen.


Kulturen hautnah

Schüler aus Omsk in Kleinmachnow   

deutsch russische jugendbegegnung1Im Herbst 2016 besuchten 14 Schüler und zwei Lehrer des Gymnasiums Nr. 19 im westsibirischen Omsk die Maxim-Gorki-Gesamtschule Kleinmachnow in Brandenburg. Die deutsch-russische Jugendbegegnung wurde vom Unternehmen „Chance BJS gGmbH“ organisiert. Deutschlehrerin Lilia Prochorowa vom Gymnasium Nr. 19 berichtet von der Reise.

Du willst andere Kulturen hautnah erleben? Neue Freunde finden? Deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern? Deinen persönlichen Horizont erweitern? Und bei all dem Spaß haben? Diese Fragen standen auf dem Werbeprospekt des Unternehmens „Chance BJS gGmbH“. Die Schüler des Gymnasiums Nr. 19 in Omsk haben darauf mit einem überzeugten „Ja!“ geantwortet. So ging es in den Herbstferien für zwei Wochen nach Berlin. Das Gymnasium Nr. 19 hat damit zum vierten Mal an diesem Programm teilgenommen.


Netzwerken und Organisieren

Gelungenes Projektmanagement

Workshop OmskKarina Bakhteeva ist Vertreterin der Internetplattform WECHANGE. Die Plattform verbindet Organisationen weltweit und bietet ihnen Unterstützung beim Projektmanagement. Die 27-Jährige leitete im Goethe-Sprachlernzentrum in Omsk einen Schülerworkshop zum Thema Projektarbeit. Für vitamin de hat sie einige Fragen beantwortet.

Was möchte die Plattform WECHANGE erreichen?

WECHANGE verbindet Organisationen und Initiativen weltweit miteinander. Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Organisationen kooperieren und umweltfreundliche Projekte entstehen. Es ist schön, wenn Menschen bewusster mit ökologischen und sozialen Themen umgehen und gemeinsam etwas verändern wollen. So habe ich zum Beispiel mit „IDoCare“ mein eigenes soziales Projekt organisiert. Wir zeigen kurze Dokumentarfilme zum Thema Umwelt und Soziales. Die Organisation des Projekts haben wir mithilfe der Plattform WECHANGE verwaltet.


Umweltbildung und Sprache

Fortbildung für russische Deutschlehrkräfte

vitamin de Ausgabe Nr. 71, Regionalausgabe Russland

IDO 09411Ende August fand im Goethe-Institut Sankt Petersburg eine Fortbildung für Deutschlehrkräfte statt. Ziel war es, ihre Kenntnisse im Bereich „Content and Language Integrated Learning“ (CLIL) zu vertiefen und sie auf den Wettbewerb „Umwelt macht Schule“ vorzubereiten.

Die Methodik und Didaktik des CLIL-Unterrichts möchte Fach- und Sprachunterricht miteinander verbinden. Bei der Fortbildung in Sankt Petersburg wurden diese Aspekte am Beispiel von Umweltbildung und Sprachunterricht verknüpft. Dazu hatte Herr Magister Wilhelm Linder von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien die Seminarleitung übernommen. Er stellte das UNESCO-Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vor. Zudem zeigte er, dass konkrete Umweltfragen wie Abfall oder Wasserverschmutzung im Schulunterricht oder in Schulprojekten sehr gut für die Fremdsprache Deutsch genutzt werden können.


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