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Talantierter PASCH-NachwuchsWeltweit lernen über 14 Millionen Menschen Deutsch als Fremdsprache. Ob in der Schule, der Universität oder in den Sprachkursen der Goethe-Institute. Besonders viele Deutschlerner gibt es in Osteuropa, in Russland, den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) sowie in China.

Aktuelle Informationen rund um das Deutschlernen in den unterschiedlichsten Ländern weltweit gibt es in den Regionalausgaben der Zeitschrift vitamin de und online unter "Deutsch lernen in..." Hier finden Sie Berichte über Projekte, Sprach- und Kulturangebote der deutschen Kulturmittler vor Ort.

vitamin de - Regionalausgaben gibt es derzeit für folgende Länder und Regionen:

Belarus • China • Russland • Südwesteuropa • Ukraine • Zentralasien


Unbekannte Nachbarn

Geschichten belarussischer Juden

vitamin de Ausgabe Nr. 73, Regionalausgabe Belarus

vde73 Belarus Unbekannte NachbarnDas Projekt „Unbekannte Nachbarn“ wurde von der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts machten sich Schüler von PASCH-Schulen auf die Suche nach den jüdischen Spuren in Belarus. Zehn Einzelschicksale belarussischer Juden wurden nun zusammengefasst und als kleines Büchlein veröffentlicht. Das Büchlein ist im Goethe-Institut Minsk kostenfrei erhältlich.

Unbekannte Nachbarn – damit sind die ehemaligen jüdischen Einwohner im heutigen Belarus gemeint. Seit Ende des 14. Jahrhunderts hatten sich viele Juden in der Region angesiedelt. Sie lebten in Kleinstädten und Dörfern, aber auch in den Großstädten, wo sie sogar die Hälfte der Einwohnerzahl ausmachten. Nach der Ermordung von geschätzt 700 000 belarussischen Juden im Zweiten Weltkrieg endete die jüdische Geschichte in Belarus abrupt. Fast alle Juden der Region und auch viele deutsche und österreichische Juden wurden in die belarussischen Ghettos und die Todeslager Maly Trostenez und Bronnaja Gora deportiert und größtenteils ermordet. Von den wenigen Überlebenden emigrierten die meisten nach Kriegsende.


Eine besondere Beziehung

Tao Bo in Deutschland

vitamin de Ausgabe Nr. 73, Regionalausgabe China

vde73 China SeiteII Bild Neu2Tao Bo aus Qingdao hat eine besondere Beziehung zu Deutschland. Als kleines Kind lebte er mit seiner Familie einige Jahre in Paderborn. Dann kehrte Familie Bo nach China zurück. Im letzten Jahr nahm Tao an einem Schüleraustausch mit Deutschland teil. Im Interview erzählt er von seinen Erlebnissen in einer kleinen Stadt in Baden-Württemberg und dem Gegenbesuch seines Gastbruders Pascal in seiner Heimatstadt.

Was ist dir zuerst am Alltagsleben in Deutschland aufgefallen?

Ich habe festgestellt, dass das Alltagsleben der Schüler sehr vielfältig und bunter ist als in China. Es gibt viele Möglichkeiten, sich persönlich zu entwickeln. Die deutschen Schüler übernehmen früh Verantwortung für sich selbst und für andere. In China ist das nicht so ausgeprägt. Die Selbstständigkeit und Selbstverantwortung der deutschen Schüler hat mir gut gefallen.


Kreuz und quer durch Omsk

Eine Stadtrallye auf deutschen Spuren

Stadtrallye Annas SockenkleinWelche Zutaten braucht man für einen Apfelstrudel? Welche deutschen Lebensmittel findet man in Omsk? Und welche russlanddeutschen Gegenstände sind wohl in diesen Socken versteckt? Die Beantwortung der kniffligen Quizfragen führte die Teilnehmer der Stadtrallye „Deutsche Spuren in Omsk“ kreuz und quer durch die westsibirische Stadt. Die Veranstaltung wurde vom „Sprachlernzentrum – Partner des Goethe-Instituts“ (SLZ) organisiert.

Die 28-jährige Anna Inzhechik, die an der Staatlichen Technischen Universität in Omsk ihre Doktorarbeit schreibt, wollte unbedingt an der Stadtrallye teilnehmen. Da traf es sich gut, dass gerade ihre ehemalige Studienfreundin zu Besuch war, Anna Meschavkina. Auch sie ist 28 Jahre alt und unterrichtet Deutsch an der Mittelschule in Karpovka, südlich von Omsk. Die beiden Annas gingen mit ihrem fünfköpfigen Team „Sterne“ an den Start. Alle zehn Mannschaften hatten dasselbe Ziel: möglichst viele Punkte sammeln und die Rallye gewinnen!


Peremenedelja

Eine deutsch-russische Projektwoche

vitamin de Ausgabe Nr. 73, Regionalausgabe Russland

vde73 Russland Projektwoche Foto Юлия АтапинаVon September bis Dezember 2017 organisieren das Goethe-Institut in Sankt Petersburg und das Festival „Kindertage in St. Petersburg“ die Projektwoche „Peremenedelja“. Schüler der 10. Klassen beschäftigen sich zusammen mit einem Team aus russischen und deutschen Künstlern mit der Frage: Was kann ich an meiner Schule verändern? Projektkuratorin Julia Potselueva erklärt das Konzept.

Wie sind Sie auf die Projektidee gekommen?

Bei dem Programm des Goethe-Instituts mit dem Titel „Kulturelle Bildung in Russland und Deutschland im Dialog“ sollten wir mit deutschen Kollegen zusammen ein Projekt ausarbeiten. Als Ausgangspunkt wählten wir die Frage: Was kann ich an meiner Schule verändern? Bei dem Projekt können Schüler die Initiative ergreifen. Sie arbeiten im Team zusammen, um etwas zu verändern. Die Tutoren dienen nur als Impulsgeber und Berater.


Ukraine Calling

Verstärkte Zusammenarbeit

vitamin de Ausgabe Nr. 73, Regionalausgabe Ukraine

IMG 6693Anna Łysiak arbeitet beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) in Potsdam. Sie kennt sich mit dem außerschulischen Jugendaustausch zwischen Deutschland und Polen gut aus. Doch sie wollte noch mehr über die Jugendarbeit in der Ukraine erfahren. Deshalb nahm sie an der Weiterbildung „Ukraine Calling“ teil.

Von der Idee, in einer Weiterbildung die Zusammenarbeit mit der Ukraine zu verstärken, war Anna Łysiak sofort begeistert. Das Profil der berufsbegleitenden Weiterbildung gefiel ihr sehr. Sie sagt: „Die akademische Vermittlung von Wissen verbunden mit projektorientierten Kenntnissen zur Ukraine sah ich als sehr gute Grundlage für meine berufliche Weiterbildung.“


Der Klimawandel und seine Folgen

Ein Videowettbewerb

vitamin de Ausgabe Nr. 73, Regionalausgabe Zentralasien

Foto Yusupbay SherdjanovLola Musaeva besucht das zweite Akademische Lyzeum in Urgentsch in Usbekistan, eine Partnerschule der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH). Im letzten Jahr hat Lola mit ihren Mitschülern an einem Videowettbewerb der Deutschen Botschaft in Taschkent zum Thema „Klimawandel“ teilgenommen und den ersten Platz belegt. Im Interview spricht die 18-Jährige über ihre Erfahrungen.

Wie hast du von dem Videowettbewerb erfahren?

Meine Mitschüler Yusupbay Sherdjanov und Rustam Rustambekov haben die Ausschreibung auf der Website der Deutschen Botschaft in Usbekistan gefunden und mir vorgeschlagen, gemeinsam an dem Wettbewerb teilzunehmen. Umweltschutz ist für uns ein wichtiges Thema. Wir achten darauf, umweltfreundlich zu leben. Die Gelegenheit, bei einem Umweltwettbewerb mitzumachen, wollten wir uns nicht entgehen lassen.


Deutschland liegt mir am Herzen

Gespräch mit einer Russlanddeutschen

Pauline FotoPolina Popp aus Omsk in Sibirien möchte ab Herbst 2018 in Berlin Modedesign studieren. Die 19-Jährige hat zu Deutschland eine ganz besondere Beziehung: Polina ist Russlanddeutsche. Ihr Großvater wurde in der deutschen Stadt Balzer an der Wolga geboren. Im Interview spricht sie über ihre Familiengeschichte.

Woher kommen deine Vorfahren?

Meine Urgroßeltern väterlicherseits haben Deutschland verlassen und sind an die Wolga gezogen, in die deutsche Stadt Balzer. Dort kam mein Opa 1938 zur Welt. Drei Jahre später wurden die Russlanddeutschen nach Sibirien vertrieben. Die Familie meines Opas kam nach Iskitim, 65 Kilometer südlich der Stadt Nowosibirsk. Dort hat mein Opa meine Oma, eine Russin, kennengelernt.


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