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Tierschutz

Belarus und Deutschland

vitamin de Ausgabe Nr. 70, Regionalausgabe Belarus

vde70 Regio Belarus SeiteIV Tierschutz Gruppenbild ZooChanceIn Deutschland kümmern sich rund 1500 Tierschutzvereine und 1000 Tierheime um ausgesetzte Katzen und Hunde. Die Tiere werden gepflegt und an neue Besitzer vermittelt. In Minsk setzen sich Organisationen wie Zoo-Chance und Egida für diesen Zweck ein. Noch gibt es in Belarus aber nur wenige derartige Vereine.

Hunde und Katzen sind die populärsten Haustiere in Deutschland. In deutschen Haushalten gibt es fast zwölf Millionen Katzen und sieben Millionen Hunde. Allerdings leben auch zwei Millionen Tiere als Streuner auf den Straßen. Sie wurden ausgesetzt oder sind entlaufen. Über Jahrtausende wurden Hunde und Katzen an die menschliche Gesellschaft gewöhnt. Jetzt können sie ohne Pflege nicht mehr überleben. Streunende Tiere sind oft hungrig und krank. Hilfsorganisationen in Deutschland verarzten und pflegen die Tiere und vermitteln sie an ein neues Zuhause. Durch Kastrationen soll die Zahl der Straßenhunde und -katzen gesenkt werden. Denn schon nach sechs Monaten kann das niedliche Kätzchen von der Straße selbst Junge werfen.

Organisationen in Belarus

In Belarus werden streunende Tiere eingefangen, in Auffangstationen verwahrt und dann getötet. Tierschutzorganisationen gibt es, besonders außerhalb von Minsk, nur wenige. Pro Jahr werden an die 800 Tiere betreut. Eine der Organisationen ist Zoo-Chance. Das Team versorgt die streunenden Tiere, kastriert sie und vermittelt sie an neue Besitzer weiter. Den belarussischen Tierschutzorganisationen ist neben der direkten Hilfe vor allem eines wichtig: Sie möchten die Bevölkerung für das Thema Tierschutz sensibilisieren. Im letzten Jahr erreichten sie dabei ein wichtiges Etappenziel. In Belarus wurde ein Gesetz erlassen, das Tierquälerei erstmals unter Strafe stellt. So ist es auch in Deutschland festgelegt. Inzwischen wurden in Belarus die ersten Fälle verhandelt und die ersten Strafen verhängt.

Einsatz für Tiere

Irina Efimova aus Minsk arbeitet ehrenamtlich bei Zoo-Chance. Die 31-Jährige besitzt zwei Katzen. Früher fütterte sie oft eine streunende Katze, die sich in der Nähe ihres Hauses aufhielt. „Irgendwann fragte ich mich: Warum sollte diese Katze schlechter leben als meine eigenen?“, erzählt sie. Das war der Moment, in dem sie beschloss, sich im Tierschutz zu engagieren. „So kann ich dazu beitragen, Leid zu lindern und ein neues Zuhause für unsere Schützlinge zu finden“, sagt sie. Außerdem treffe sie bei der Arbeit viele engagierte Leute, die das gleiche Ziel verfolgen und ihre Zeit und Kraft in den Tierschutz investieren. Das ist für Irina Efimova eine sehr positive Erfahrung.

Dein Beitrag zum Tierschutz

Du suchst selbst einen tierischen Freund für zu Hause? Oder willst dich als Freiwillige für den Tierschutz engagieren? Dann schau doch mal bei den Hilfsorganisationen in deinem Heimatort vorbei! Mehr Informationen zu den Organisationen Zoo-Chance und Egida findest du auf den Internetseiten www.zooshans.by und www.egida.by.

Ella Nikitina
Foto: Zoo-Chance
(Mitarbeiter des Tierschutzvereins Zoo-Chance
)

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