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10 Jahre PASCH in Sluzk

Ein Rückblick

vitamin de Ausgabe Nr. 77, Regionalausgabe Belarus

vde77 Belarus SeiteIV 10 Jahre PASCH MarionettenworkshopDie Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) wurde 2008 ins Leben gerufen. Im Jahr 2018 feiert sie ihr zehnjähriges Bestehen. Das Gymnasium Nr. 2 in Sluzk war von Anfang an Teil der Initiative. Die Deutschlehrerinnen Iryna Hurbo und Natallia Hrak erinnern sich an PASCH-Projekte der letzten Jahre.

Die Zahlen 2008 bis 2018 sind für die Schüler und Lehrer unseres Gymnasiums nicht einfach nur Jahreszahlen. Das sind zehn erlebnisreiche und aufregende Jahre, die wir in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Goethe-Instituts Minsk verbracht haben. Das sind viele gemeinsame Projekte, Wettbewerbe, Workshops und Seminare. Das sind für die Schüler unvergessliche Begegnungen mit der deutschen Sprache und Kultur sowie für die Lehrer unzählige Möglichkeiten zur Fortbildung voller neuer Impulse für den Deutschunterricht.


Kindgerechter Unterricht

PASCH-Grundschultreffen in Minsk

vitamin de Ausgabe Nr. 76, Regionalausgabe Belarus

Primartreffen1Im letzten Oktober trafen sich 25 Deutschlehrer von Schulen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) aus Belarus, Polen, Russland und der Ukraine in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Anlass war das PASCH-Grundschultreffen, bei dem aktuelle Themen zum Unterricht im Primarbereich und der Austausch zwischen den PASCH-Schulen im Mittelpunkt standen.

Kinder sind neugierig und experimentieren gern. Was passiert, wenn man Gummibärchen in heißes Wasser legt? Warum knistern die Haare, wenn man den Pullover auszieht? Kinder sind kleine Forscher und möchten den Dingen auf den Grund gehen. Manchmal möchten sie auch einfach nur basteln, spielen und Spaß haben – und das nicht nur in ihrer Freizeit, sondern am liebsten den ganzen Tag lang, also auch in der Schule. Das macht den Unterricht in der Primarstufe besonders. Die Lehrkräfte stehen vor einer großen Herausforderung. Sie haben aber viele Möglichkeiten, um den Unterricht für die Kinder kurzweilig zu gestalten.


Lyrische Begegnungen

Belarussisch-deutsche Übersetzungswerkstatt

vitamin de Ausgabe Nr. 75, Regionalausgabe Belarus

Tandemarbeit Dasha und Marc1Unter dem Motto „Lyrische Begegnungen“ organisierten die Lektoren der Robert Bosch Stiftung in Belarus im März 2017 Workshops in Minsk und Berlin. Acht Deutschlerner aus ganz Belarus konnten an dem Projekt teilnehmen. Dascha Subrinowitsch war eine von ihnen.

Bei einem Lyrikwettbewerb des PEN-Zentrums Minsk wurden die besten Gedichte junger belarussischer Lyriker ausgewählt. Die, die mit ihren Gedichten überzeugen konnten, kamen auf die Teilnehmerliste für das Projekt „Lyrische Begegnungen“. Dascha hat es geschafft! Die 21-Jährige studiert im vierten Jahr an der Fremdsprachenfakultät der Mogiljower Staatlichen Universität Arkadi Kuleschow. Daschas erste Fremdsprache ist Englisch, die zweite Deutsch. „Der Tag, an dem ich erfuhr, dass ich an der Veranstaltung teilnehmen konnte, war einer der glücklichsten meines Lebens“, erinnert sich Dascha freudestrahlend.


Deutsch in Belarus

Ein Experte für Unterricht

vitamin de Ausgabe Nr. 74, Regionalausgabe Belarus

RajkoLassonczyk Foto GI Minsk kleinaufgehelltRajko Lassonczyk aus Thüringen lebte 13 Jahre lang in Belarus. Er arbeitete als Lektor bei der Robert Bosch Stiftung und beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), bevor er Experte für Unterricht am Goethe-Institut Minsk wurde. Im Interview erzählt der 42-Jährige von seiner Arbeit.

Wie sind Sie in Belarus gelandet?

Ich hatte mich 2004 als Lektor der Robert Bosch Stiftung in Polen, Rumänien und Russland beworben. Dann wurde mir eine neu eröffnete Lektoratsstelle in Vitebsk in Belarus angeboten. Ich wusste von Belarus damals kaum etwas. Das Angebot konnte ich aber nicht ausschlagen. Später arbeitete ich beim DAAD in Grodno und 2011 wurde ich Experte für Unterricht am Goethe-Institut Minsk.


Unbekannte Nachbarn

Geschichten belarussischer Juden

vitamin de Ausgabe Nr. 73, Regionalausgabe Belarus

vde73 Belarus Unbekannte NachbarnDas Projekt „Unbekannte Nachbarn“ wurde von der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projekts machten sich Schüler von PASCH-Schulen auf die Suche nach den jüdischen Spuren in Belarus. Zehn Einzelschicksale belarussischer Juden wurden nun zusammengefasst und als kleines Büchlein veröffentlicht. Das Büchlein ist im Goethe-Institut Minsk kostenfrei erhältlich.

Unbekannte Nachbarn – damit sind die ehemaligen jüdischen Einwohner im heutigen Belarus gemeint. Seit Ende des 14. Jahrhunderts hatten sich viele Juden in der Region angesiedelt. Sie lebten in Kleinstädten und Dörfern, aber auch in den Großstädten, wo sie sogar die Hälfte der Einwohnerzahl ausmachten. Nach der Ermordung von geschätzt 700 000 belarussischen Juden im Zweiten Weltkrieg endete die jüdische Geschichte in Belarus abrupt. Fast alle Juden der Region und auch viele deutsche und österreichische Juden wurden in die belarussischen Ghettos und die Todeslager Maly Trostenez und Bronnaja Gora deportiert und größtenteils ermordet. Von den wenigen Überlebenden emigrierten die meisten nach Kriegsende.


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