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Spaß am Spielen - Deutsche Brettspiele

Viele Deutsche lieben Brett- und Gesellschaftsspiele. Spiele aus Deutschland sind weltweit bekannt. In den USA heißen sie auch „German-style games“. Oft lädt man Freunde zum Spielabend ein. Dann kommen drei, vier oder mehr Leute, und es gibt etwas zum Knabbern. Bei einem Spielabend kann man sich gut kennenlernen.

„Tauscht jemand Getreide gegen Holz?“, fragt Lara. „Vergiss es“, sagt Joe. „Holz gibt es zu wenig.“ Sie spielen „Die Siedler von Catan“, ein Brettspiel aus dem Jahr 1995, das der Deutsche Klaus Teuber entwickelte. Es geht darum, eine Insel zu besiedeln und mit den Mitspielern um Rohstoffe zu handeln. „Die Siedler von Catan“ ist Joes Lieblingsspiel. „Ich mag, dass es so viele Möglichkeiten gibt, das Spiel zu gewinnen. Man kann Siedlungen errichten, eine Armee haben oder eine Straße bauen.“

Ausgabe Nr. 62, Seite 32-33

Spaß und Konkurrenz

Schon in seiner Kindheit hat Joe Brettspiele gespielt, zusammen mit seinen Schwestern und seinem Cousin. Auch als Erwachsene stellen sie sich heute gerne ihre neuen Lieblingsspiele vor. „Am schönsten finde ich beim Spielen, dass wir Spaß haben“, sagt Lara. Sie spielt gerne kooperative Spiele wie „Pandemie“ oder „Hanabi“. „Da spielen alle zusammen ‚gegen das Spiel‘“, erklärt sie. Auch Joe geht es in erster Linie um den Spaß. Aber ihm gefällt auch die Konkurrenz, sagt er.

Freizeit und lernen

Die ersten Brettspiele gab es schon vor 4500 Jahren. Spiele dienen dem Menschen schon sehr lange als Freizeitbeschäftigung. Aber Spiele können noch mehr: Als Fremdsprachenlehrer nutzt Joe Spiele im Unterricht. „Tabu eignet sich sehr gut“, sagt er. „Da geht es darum, dass man etwas umschreiben und andere Wörter finden muss, weil man das Tabu-Wort nicht sagen darf.“ Tabu ist nicht nur ein beliebtes Partyspiel, sondern kann auch beim Deutschlernen helfen.„Gewonnen!“, ruft er kurz darauf. Er hat eine weitere Stadt gebaut. Joe ist der Herrscher von Catan. Für diesen Abend.

Drei in Deutschland erfundene Spiele

Deutschland ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch der Erfinder von Spielen. Hier stellt vitamin de drei Brettspiele vor, die in Deutschland er funden wurden.

Mensch ärgere dich nicht

Wie der Name schon sagt, kann man sich bei diesem Spiel ganz schön ärgern. Zum Beispiel, wenn man direkt vor dem Ziel von einem Mitspieler rausgeworfen wird. Das passiert, wenn dessen Spielfigur auf dem Feld stehen bleibt, auf dem die eigene Figur steht. „Mensch ärgere dich nicht“ ist ein Klassiker der deutschen Brettspiele. Es wurde 1910 zum ersten Mal veröffentlicht. Die Regeln sind sehr einfach: Es wird reihum gewürfelt. Jeder Spieler muss seine vier Figuren von den Startin die Zielfelder ziehen. Die Gegner versuchen dies zu verhindern. Es gibt einige kreative Variationen der Regeln. Das

Scotland Yard

Spielbrett zeigt den Stadtplan Londons, dennoch ist Scotland Yard ein deutsches Spiel. Es erschien 1983 und wurde Spiel des Jahres. Es ist ein Kooperationsspiel für drei bis sechs Spieler. Einer von ihnen schlüpft in die Rolle des Verbrechers Mister X, die anderen sind Detektive. Dabei ist die Zahl der Spielzüge festgelegt. Die Mehrzahl der Spieler spielt bei diesem Spiel gemeinsam, sie diskutieren miteinander und können nur als Team gewinnen oder verlieren.

Carcassonne

Carcassonne ist eine Stadt in Frankreich und gleichzeitig der Name eines der beliebtesten Spiele. Es gibt kein festes Spielbrett, sondern eine Landkarte, die im Laufe des Spiels entsteht. Mit den Spielfiguren wird man Besitzer von Land, Städten, Klöstern und Straßen und erhält dafür Punkte. Man kann versuchen, den anderen Spielern ihren Besitz abzunehmen. Das Spiel erschien 2000, wurde ein Jahr später Spiel des Jahres und so beliebt, dass immer mehr Erweiterungen auf den Markt kamen. Mittlerweile kann man sich mit bis zu 342 Karten eine ganze Weltkarte bauen.

Zusammengestellt von Insa Kohler
Abbildungen: Patrizia Tilly/123RFStockfoto

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Mehr zu dieser „vitamin de” Ausgabe (Nr. 62, Herbst 2014)

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