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Leseprobe

Autos aus Deutschland
Gestern - Heute - Morgen

 

Mittelschwer (B1)
vitamin de Ausgabe Nr. 51, Seite 24 - 27
Mercedes-Benz feiert 125 Jahre AutomobilAutos gehören zu Deutschland wie Fußball und Bier. Das Auto wurde in Deutschland erfunden und ist das wichtigste Exportgut des Landes. Damit das so bleibt, müssen die Hersteller das Auto jetzt neu erfinden, denn die Zukunft gehört der Elektromobilität.

Auf den deutschen Straßen ist viel los. Über 42 Millionen Personenkraftwagen (Pkw) gibt es in der Bundesrepublik. Junge Leute können mit 18 Jahren den Führerschein machen. Doch nur wenige kaufen sich gleich einen eigenen Wagen. Ein Auto bedeutet Freiheit, aber es ist teuer: Man muss Steuern und die Versicherung bezahlen. Außerdem wird Benzin immer teurer. Zurzeit kostet ein Liter Benzin in Deutschland etwa 1,55 Euro. Ein Problem ist auch, dass es in den Städten zu wenig Parkplätze gibt.
  
Große Erfindung
Als das Auto vor 125 Jahren erfunden wurde, dachte noch niemand über Benzinpreise oder Parkplätze nach. Den ersten Motorwagen der Welt baute 1886 Carl Benz (1844 - 1929) aus der süddeutschen Stadt Mannheim. Der Wagen hatte drei Räder und fuhr maximal 16 Kilometer pro Stunde. Noch im selben Jahr baute Gottlieb Daimler (1834 - 1900) aus Stuttgart das erste Auto mit vier Rädern. Der deutsche Kaiser Wilhelm II. (1859 – 1941) machte 1904 eine Probefahrt mit einem Auto von Daimler. Danach sagte er: „Das Automobil hat keine Zukunft.“ Der Kaiser hat sich geirrt. Heute gehört das Auto zum Alltag. Und die Daimler AG ist eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt.
  
Exportnation
Die Autoindustrie ist die wichtigste Wirtschaftsbranche Deutschlands. Die bekanntesten Marken sind BMW, Mercedes-Benz, Audi, Porsche, Volkswagen und Opel. Weltweit steht „Made in Germany“ für Qualität und Freude am Fahren. Deutschland ist eine Exportnation. Im letzten Jahr haben die deutschen Automobilhersteller über zwölf Millionen Fahrzeuge gebaut und davon 75 Prozent im Ausland verkauft.
  
Raus aus der Krise
Über 700 000 Deutsche leben von der Autoindustrie. Darum hilft der Staat, wenn es Probleme gibt. Die Wirtschaftskrise, die 2008 begann, war ein großes Problem. Die Menschen sparten und kauften keine Autos. Deshalb dachte sich die Bundesregierung die „Umweltprämie“ aus: 2009 zahlte der deutsche Staat 2500 Euro an Autofahrer, die ihren alten Pkw verschrotten ließen und sich ein neues, umweltfreundlicheres Auto kauften. Über eine Million Autos wurden so verkauft und die Umweltprämie sicherte viele Arbeitsplätze. Inzwischen exportieren die deutschen Autohersteller wieder sehr erfolgreich ins Ausland. Insgesamt machten sie 2010 einen Umsatz von 315 Milliarden Euro. Auch 2011 war ein sehr gutes Jahr für die Branche.
  
Elektromobilität
Damit die deutsche Autoindustrie so erfolgreich bleibt, muss sie fit für die Zukunft werden. Umweltfreundliche Fahrzeuge, die mit Strom fahren, sind gefragt. Erste Elektroautos gibt es schon, aber sie sind relativ teuer und fahren langsam. Das größte Problem sind die Batterien. Sie liefern nur Strom für etwa 100 Kilometer Fahrt, danach muss man sie lange aufladen. Ein Auto mit Benzinmotor schafft über 500 Kilometer. Die Industrie und der deutsche Staat investieren jetzt viel Geld in die Entwicklung besserer Batterien.Bis 2020 sollen eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen fahren und Deutschland soll weltweit Marktführer werden.
  
 
Deutsche Autos - Klassiker und Neuheiten


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Vom Käfer über den Porsche 911 bis hin zum neuen Hybrid-Auto haben die deutschen Autohersteller viel zu bieten. Die großen deutschen Automarken, ihre Klassiker und Neuheiten, stellt vitamin de vor.
 
Porsche 911 - Sportwagen aus Stuttgart
porscheSportwagen sind die Spezialität von Porsche aus Stuttgart. Der Klassiker ist der Porsche 911. Den „Neunelfer“ gibt es seit 1964. Porsche nutzte seine Erfahrungen aus dem Motorsport bei der Entwicklung des Autos. Ab Dezember kann man den neuesten Porsche 911 kaufen. In der Version „Carrera S“ schafft er eine Höchstgeschwindigkeit von 302 Kilometern pro Stunde. Umweltfreundlicher ist der Panamera Hybrid S. Er fährt mit Strom und Benzin. So verbraucht er nur sieben Liter auf 100 Kilometer.
Volkswagen - Käfer und Golf
VW Käfer Typ 11Es begann 1934: Adolf Hitler (1889 - 1945) wollte einen Wagen für das deutsche Volk. Er sollte 100 Kilometer pro Stunde fahren und nicht viel kosten. Der Konstrukteur Ferdinand Porsche (1875 - 1951) entwickelte den Kleinwagen, der später Käfer genannt wurde. Von 1938 - 2003 produzierte Volkswagen (VW) über 21,5 Millionen Käfer. Ein Rekord! Der Käfer war bis 2002 das meistgebaute Auto der Welt. Dann überholte ihn der Golf, den VW seit 1974 produziert. Heute ist Volkswagen der drittgrößte Autokonzern der Welt nach General Motors und Toyota.
BMW - Autos und Motorräder aus Bayern
BMW i8 ConceptDie Bayerischen Motoren Werke (BMW) aus München bauten ab 1923 Motorräder. Das erste Modell war die R 32, das modernste Motorrad dieser Zeit. Fünf Jahre später kamen Autos hinzu. BMW geht es gerade besonders gut. Im letzten Jahr hat das Unternehmen mehr Geld verdient als je zuvor. Im Sommer präsentierte BMW seine Autos der Zukunft, den BMW i3 und den BMW i8. Die Elektroautos kann man ab 2013 kaufen.
Audi - August Horch
audi b_august_horch_museumDer Ingenieur August Horch (1868 - 1951) gründete 1899 die Firma „Horch & Cie.“. Horch-Autos waren am Anfang sehr erfolgreich bei Autorennen. Doch dann gab es Streit in der Firma. Horch ging und gründete 1909 ein neues Unternehmen. Aber er durfte es nicht wieder „Horch“ nennen. Deshalb übersetzte der Ingenieur seinen Namen: „horchen“ ist ein anderes Wort für „hören“ und „horch!“ heißt auf Latein „audi!“. Heute ist Audi eine Marke der Volkswagen AG. Die Zentrale ist in Ingolstadt in Bayern. Audi produziert sportliche Autos und Limousinen wie den Audi TT und den Audi A8.
Mercedes - Das Auto mit dem Stern
mercedes w123Mercedes-Benz ist eine Marke der Daimler AG. Der Konzern entstand 1926, als die Firmen der Autopioniere Gottlieb Daimler und Carl Benz fusionierten. Der Name Mercedes kommt von einem kleinen Mädchen. Mercédès Jellinek (1889 - 1929) war die Tochter des Autohändlers Emil Jellinek (1853 - 1918). Er verkaufte Daimler-Autos und nahm an Autorennen teil. Bei einem Rennen im französischen Nizza 1899 meldete Jellinek ein Auto unter dem Namen seiner Tochter an. Der „Mercedes“ gewann das Rennen und der Name wurde schnell bekannt. Heute ist der Mercedes-Stern ein Symbol für Qualität und Luxus. Der meistgebaute Mercedes ist das Modell W 123. Dieses Auto wurde von 1975 bis 1986 produziert. Danach kam die E-Klasse.
Trabant - Der ostdeutsche Volkswagen
Trabant ignisDie Bürger der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) konnten keine Autos aus dem Westen kaufen. Sie bekamen ihren eigenen Wagen: Ab 1957 produzierten die „VEB Sachsenring Automobilwerke“ aus Zwickau denTrabant oder kurz „Trabi“. Aber sie produzierten zu wenig Autos. Darum mussten die DDR-Bürger mehrere Jahre warten, um ein Auto zu bekommen. Deshalb war ein Trabi damals sehr wertvoll. Mit der Wiedervereinigung 1990 änderte sich das. Jetzt konnte man moderne Autos aus dem Westen kaufen. Den Trabi wollte keiner mehr haben.

Zusammengestellt von Dagmar Glück

Audiodateien und Arbeitsblätter

  
zu: Autos aus Deutschland
Ausgabe Nr. 51, Seite 24 - 27
  
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MP3-Audiodatei 1: Gestern - Heute - Morgen
Hier finden Sie die Audiodatei zum ersten Teil der Leseprobe. Der Text ist für Schüler ab dem Sprachniveau B1 geeignet.
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MP3-Audiodatei 2: Klassiker und Neuheiten
Hier finden Sie die Audiodatei zum zweiten Teil der Leseprobe. Der Text ist für Schüler ab dem Sprachniveau A2 geeignet.
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Bildquellennachweise: Daimler AG, Manfred Braun/wikimedia, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, BMW Press, August Horch Museum Zwickau, PR Keukenhof, ignis/wikipedia

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