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Ukraine Calling

Verstärkte Zusammenarbeit

vitamin de Ausgabe Nr. 73, Regionalausgabe Ukraine

IMG 6693Anna Łysiak arbeitet beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) in Potsdam. Sie kennt sich mit dem außerschulischen Jugendaustausch zwischen Deutschland und Polen gut aus. Doch sie wollte noch mehr über die Jugendarbeit in der Ukraine erfahren. Deshalb nahm sie an der Weiterbildung „Ukraine Calling“ teil.

Von der Idee, in einer Weiterbildung die Zusammenarbeit mit der Ukraine zu verstärken, war Anna Łysiak sofort begeistert. Das Profil der berufsbegleitenden Weiterbildung gefiel ihr sehr. Sie sagt: „Die akademische Vermittlung von Wissen verbunden mit projektorientierten Kenntnissen zur Ukraine sah ich als sehr gute Grundlage für meine berufliche Weiterbildung.“

Deutsch-polnisch-ukrainischer Jugendaustausch

Beim DPJW koordiniert Anna Łysiak das Förderprogramm für die Begegnung deutscher, polnischer und ukrainischer Jugendlicher. „Trilaterale Projekte sind seit Gründung des DPJW ein sehr beliebtes Format, seit einigen Jahren entwickelt sich die trilaterale Zusammenarbeit besonders intensiv“, erzählt sie. So hätten zum Beispiel anlässlich der Fußballeuropameisterschaft 2012 im Rahmen des Projekts „TriM – Hattrick für Europa“ Straßenfußballturniere in Deutschland, Polen und der Ukraine stattgefunden.

Mit den ukrainischen Partnern sprechen

Durch die Weiterbildung „Ukraine Calling“ hat Anna Łysiak einige Erkenntnisse für ihre Arbeit beim DPJW sammeln können. „Ich bin überzeugt, dass man gelungene Zusammenarbeit mit einem Land nur leisten kann, wenn man sich mit dem Land ausführlich auseinandersetzt“, sagt sie. So seien Reisen in die Ukraine, die direkte Kontaktaufnahme mit potentiellen Projektpartnern und die Erweiterung des Netzwerkes vor Ort ausgesprochen wichtig. Dazu gehöre auch die Einsicht, „mit“ den ukrainischen Partnern zu sprechen und nicht „über“ sie. Eine Zusammenarbeit könne nur auf Augenhöhe erfolgreich sein, meint Anna Łysiak.

Ukraine Calling

Das Programm ist eine berufsbegleitende Weiterbildung und möchte länderübergreifende Projektpartnerschaften anschieben. Die Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter deutscher und internationaler Organisationen der Zivilgesellschaft, Kultur, Bildung, Politik und Wirtschaft, die Kenntnisse zu aktuellen Diskursen in und über die Ukraine erwerben und Projektkontakte in die Ukraine knüpfen möchten. „Ukraine Calling“ wird von der Europa-Universität Viadrina in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung und der Deutschen Assoziation der Ukrainisten durchgeführt. Während ihrer Weiterbildung hat Anna Łysiak ein deutsch-polnisch-ukrainisches Forum zur Situation der Jugendlichen in der Ukraine organisiert. Die trilaterale Konferenz fand am 19. Mai 2017 im Roten Rathaus in Berlin statt.

Das deutsch-polnische Jugendwerk

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) fördert seit 25 Jahren deutsch-polnische und trilaterale Jugendbegegnungen. Das DPJW hat den Status einer internationalen Organisation, die im Rahmen des Nachbarschaftsvertrages zwischen Deutschland und Polen ins Leben gerufen wurde. Das DPJW fördert jedes Jahr rund 3 000 Jugendprojekte. Dank der Unterstützung durch das DPJW wurden bisher über 70000 Projekte realisiert, an denen mehr als 2,7 Millionen junge Menschen teilgenommen haben.

Nähere Informationen unter: www.ukrainecalling.eu

Wilhelm Siemers
Foto: ukrainecalling.eu (Anna Łysiak (Mitte) im Gespräch mit Alexander Wöll (rechts), 
Präsident der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder)

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