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Mein Traumberuf

Ein Videowettbewerb

vitamin de Ausgabe Nr. 72, Regionalausgabe Ukraine

Siegerin Anastasiia Djachkowa aus Charkiw Foto privatDas Goethe-Institut Ukraine organisierte im letzten Jahr unter Berufsschülern den Videowettbewerb „Mein Beruf – der beste“. Die Teilnehmer erstellten Kurzfilme, in denen sie ihren Traumberuf vorstellten. Anastasiia Djachkowa aus Charkiw gewann den ersten Platz. Im Interview erzählt sie, warum sie Pharmazeutin werden will.

Wie bist du auf die Idee gekommen, am Wettbewerb teilzunehmen?

Deutsch und Pharmazie machen mir sehr viel Spaß. Meine Deutschlehrerin hat mir von dem Wettbewerb erzählt. Die Idee gefiel mir gleich. Nur wenige Leute wissen, was ein Pharmazeut eigentlich macht. Ich wollte meine Begeisterung für diesen Beruf mit anderen teilen. Pharmazie ist keineswegs langweilig oder kompliziert. Ein Pharmazeut ist nicht nur jemand, der Arzneien verkauſt. Oft ist er es, der festlegt, welche Medikamente bei welchen Erkrankungen eingenommen werden können. Pharmazie spielt eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung unheilbarer Krankheiten.

Wann hast du mit dem Deutschlernen begonnen?

Ich lerne seit der zweiten Klasse Deutsch. Am Anfang gefiel mir die Sprache nicht besonders, aber mit der Zeit änderte sich das. Und dann wurde Deutsch sogar mein Lieblingsfach. Nach der neunten Klasse ging ich auf eine Berufsfachschule. Dort gab es leider keine Möglichkeit, Deutsch zu lernen. In der Schule lernte ich also Englisch und in meiner Freizeit weiter Deutsch.

Warum willst du Pharmazeutin werden?

Ich wollte erst Übersetzerin oder Deutschlehrerin werden. Meine Mutter fand aber, dass ein Studium im Bereich Medizin besser für mich wäre. Wir beschlossen, dass ich die Aufnahmeprüfung für das Pharmaziestudium einfach mal versuchen sollte. Danach konnte ich entscheiden, ob ich Pharmazeutin oder Lehrerin werden wollte. Meine Mutter hatte Recht: Pharmazie erwies sich als meine Leidenschaft.

Wie war die Preisverleihung in Kiew?

Wir wurden sehr herzlich empfangen, alle waren freundlich und hilfsbereit. Wir durften an einer wissenschaftlichen Konferenz mit Professoren und Akademiemitgliedern teilnehmen. Ich war überrascht, wie viel ich auf Deutsch verstehen konnte. Als uns die Preise verliehen wurden, wurde mir bewusst, dass ich es zu etwas bringen konnte. Und wer weiß, vielleicht sitze ich irgendwann selbst in der Jury und applaudiere den jungen Leuten, die einen Wettbewerb für Deutschlerner gewonnen haben.

Mein Beruf - der beste

Für den Wettbewerb „Mein Beruf – der beste“ erstellten die Teilnehmer kurze Videos. Sie erzählten, welchen Beruf sie erlernten und warum das für sie der beste aller Berufe sei. Die Idee dahinter: Wer weiß, was er will und das gut begründen kann, der kann es weit bringen. Zu gewinnen gab es
Sprachkurse am Goethe-Institut Kiew oder an einem der Sprachlernzentren – Partner des Goethe-Instituts sowie Sachpreise, zum Beispiel ein iPad. Anastasiia Djachkowa aus Charkiw gewann den ersten Platz, Chrystyna Derewenko aus Winnyzja den zweiten. Ilya Paschuk aus Chotin belegte den dritten Platz und Oleh Rumezhak aus Iwano-Frankiwsk den vierten.

Das Interview führte Julia Ljubitsch.
Foto: privat (Anastasiia Djachkowa)

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